Neu bei Helios: HNO-Chefarzt Prof. Dr. med. J. Ulrich Sommer (Mitte), begrüßt von der Ärztlichen Direktorin Prof. Dr. med. Petra Thürmann und Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. Neu bei Helios: HNO-Chefarzt Prof. Dr. med. J. Ulrich Sommer (Mitte), begrüßt von der Ärztlichen Direktorin Prof. Dr. med. Petra Thürmann und Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. Foto: Helios

Prof. Ulrich Sommer: Neuer HNO-Chef

Das Helios Klinikum hat einen neuen HNO-Chefarzt. Prof. Dr. med. J. Ulrich Sommer bringt den Zungenschrittmacher mit nach Wuppertal.

Wuppertal, 28.06.2018 - Mit dem sogenannten Zungenschrittmacher bringt Prof. Dr. med. J. Ulrich Sommer eine neue Therapieoption für Schnarcher mit Atemaussetzern ins Bergische Land. Er ist seit Beginn des Monats neuer Chefarzt der HNO-Klinik am Helios Universitätsklinikum Wuppertal.

Prof. Sommer wechselt vom Universitätsklinikum Mannheim ins Bergische. Dort war er zuletzt als geschäftsführender Oberarzt der HNO-Klinik mit APL-Professur an der Universität Heidelberg und als wissenschaftlicher Leiter des schlafmedizinischen Zentrums tätig. Sein Studium absolvierte er in Heidelberg mit Auslandssemestern an der University of Queensland (Brisbane, Australien). Prof. Sommer ist 37 Jahre alt und verheiratet.

Das Universitätsklinikum Mannheim leistete Pionierarbeit bei der Einführung des Zungenschrittmachers in Deutschland. Das Prinzip ist einfach: Der Schrittmacher wird unter dem Schlüsselbein eingesetzt, überwacht den Lungendruck und sendet vor dem Einatmen ein schwaches elektrisches Signal über ein Kabel an einen Nerv unter der Zunge. Dieses Signal verhindert ein Erschlaffen der Zungenmuskulatur, so dass die Atemwege frei bleiben.

„Die Behandlung mit dem Zungenschrittmacher ist teuer, kann aber eine Alternative für Patienten sein, die mit den Standardtherapien wie Atemmaske oder Kieferschiene nicht zurecht kommen“, sagt Prof. Sommer. „Wir müssen immer den Einzelfall betrachten und entscheiden, inwieweit das neue Verfahren zur Anwendung kommen kann.“

Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Chefarztes sind computergestützte endoskopische Operationen an der Nasennebenhöhle. Dabei unterstützt ein modernes Navigationssystem den Operateur und ermöglicht eine größtmögliche Präzision des Eingriffs.

Auch die Behandlung von Tumorerkrankungen des Kopf-Hals-Bereiches gehört zu den Spezialisierungen von Prof. Sommer. Dabei profitiert die HNO-Klinik von der Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen des Helios Universitätsklinikums Wuppertal, zum Beispiel mit der Onkologie, der Strahlentherapie sowie der Plastischen Chirurgie.

Natürlich deckt die Klinik auch weiterhin die klassischen Felder der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ab. Dazu gehören alle Polypen-, Mandel- und Ohrenoperationen.

„Ich freue mich sehr, dass wir Herrn Prof. Sommer für unser Haus gewinnen konnten“, sagt Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. „Die Einführung neuer Behandlungsalternativen für Patienten im Bergischen Land und die Gewährleistung einer Versorgung auf universitärem Niveau waren für unser Haus entscheidende Kriterien, die Prof. Sommer perfekt erfüllt.“

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