Zoos stellen ihren Beitrag zum Arten- und Naturschutz auf dem IUCN Weltkongress vor Zoos stellen ihren Beitrag zum Arten- und Naturschutz auf dem IUCN Weltkongress vor ©Jens-Ove Heckel

Neuauflage der Internationalen Roten Liste veröffentlicht

Die Rote Liste der IUCN ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten.  Auf dem Kongress der Weltnaturschutzunion IUCN wurde eine neue Version der Roten Liste veröffentlicht.

Wuppertal, 07. September 2016. Auf dem Kongress der Weltnaturschutzunion IUCN wurde eine neue Version der Internationalen Roten Liste veröffentlicht. Danach gelten 23.892 Tier- und Pflanzenarten als von der Ausrottung gefährdet, das sind 642 Arten mehr als im Vorjahr. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) weist in diesem Zusammenhang auf dem IUCN Weltkongress auf die wichtige Funktion von Zoos beim Erhalt und Schutz bedrohter Tierarten hin.

Zusammen mit Botschaftern des Europäischen Zooverbands (EAZA) und des Weltzooverbands (WAZA) stellten die VdZ Vertreter den Delegierten die vielfältigen Erfolge und Projekte wissenschaftlicher Zoos im internationalen Natur- und Artenschutz vor. So verwies Jörg Junhold (Direktor, Zoo Leipzig) unter anderem auf die langjährige enge Zusammenarbeit des Zoo Leipzigs mit der IUCN Species Survival Commission. Manfred Niekisch (Direktor, Zoo Frankfurt) stellte Projekte des Zoos und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt zum Schutz des Weltnaturerbes vor.

Jens-Ove Heckel (Direktor, Zoo Landau)  betonte die wichtige Arbeit von Zoos in der Erhaltungszucht: „Über 50 Tierarten, die in der Natur ausgerottet wurden, haben durch die Arbeit von Zoos überlebt, etwa der Kalifornische Kondor, das Wisent, das Przewalski-Pferd, die Socorro-Taube oder die Arabische Oryx.“

Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten, ergänzt: „Wir sind stolz darauf, dass unsere 70 Mitglieder durch ihre rege Mitarbeit in über 200 Europäischen Zuchtbüchern aktiv zum Erhalt bedrohter Tierarten beitragen. Zudem stellen sie Nachzuchten für Wiederansiedelungsprojekte zur Verfügung und unterstützen unzählige Artenschutzprogramme für die wildlebenden Verwandten unserer Zootiere.“

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