Prof. Gabriela Möslein Prof. Gabriela Möslein Foto: HELIOS Klinikum Wuppertal

HELIOS Klinikum bietet neues OP-Verfahren bei Enddarmkrebs

Bereits zehn Patienten konnten am HELIOS Klinikum von einem neuen OP-Verfahren bei Enddarmkrebs profitieren. Prof. Zirngibl und Prof. Möslein haben sich die Technik in Oxford und London angeeignet. 

Wuppertal, 8. August 2016. Eine am HELIOS Universitätsklinikum neu etablierte Technik trägt bei Enddarmkrebs zu einer schonenderen Operation bei, durch die die Nervenfunktion und der natürliche Darmausgang besser erhalten werden können. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen künstlichen Darmausgang. Die bisherige Standardmethode sieht eine Operation mit Bauchschnitt vor, bei der der betroffene Darmabschnitt mit dem umgebenden Gewebe und den benachbarten Lymphknoten entfernt wird. 

Prof. Dr. med. Hubert Zirngibl und Prof. Gabriela Möslein erklären das neue Methode: "Die taTME ist ein Verfahren, bei dem nun auch der unterste Anteil des schließmuskelnahen Enddarmes minimalinvasiv entfernt wird. Der Zugang erfolgt also über die natürliche Körperöffnung und ermöglicht einen wesentlich besseren Blick auf die Nerven. So ist es in vielen Fällen möglich, den Schließmuskel auch bei tief sitzenden Tumoren zu erhalten, aber vor allem auch die Nerven zu schonen, wodurch sich eine bessere Lebensqualität ergibt." Nach wie vor könne das bisherige Standardverfahren je nach Lage und Ausdehnung des Tumors aber immer noch die bessere Alternative sein.

Gemeinsam haben die Professoren sich die Technik im englischen Oxford, im renommierten St. Marks Hospital in London und bei einem Kurs der Berliner Charité angeeignet. Im neu gegründeten Zentrum für Hereditäre Tumorerkrankungen unter der Leitung von Prof. Möslein werden nun vor allem Patienten mit einer erblichen Veranlagung zu Krebserkrankungen operiert. "Gerade für die besonders jungen Patienten ist ein exzellenter Funktionserhalt die Basis für ein gesundes Leben mit einer hohen Lebensqualität", so die Chirurgin. Das gilt auch für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Bereits zehn Patienten konnten von dem Verfahren in Wuppertal profitieren.

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