Die Mitglieder des Vereins "Bildung Bauen e.V." Die Mitglieder des Vereins "Bildung Bauen e.V." Foto: Benedikt Bergenthal

Gemeinsam Bildung ermöglichen

Mit dem Verein ‚Bildung Bauen e.V.‘ planen Studierende der Bergischen Universität den Bau einer Schule in Nicaragua. Anfang nächsten Jahres wollen sie den Bau beginnen, bis dahin brauchen sie ausreichend Spenden für den Bau der zwei neuen Schulgebäude im Dorf Guasaule.

Aus unserer März-Printausgabe. Guasaule ist ein kleines Dorf in Nicaragua. Rund 300 schulpflichtige Kinder leben dort, doch nicht alle können die örtliche Schule besuchen. Viele Kinder müssen den 10km langen Schulweg ins Nachbardorf auf sich nehmen. Die Schule in Guasaule hat nicht genügend Räume, um alle Kinder unterzubringen. „Diese 10 km müssen die Kinder zu Fuß gehen. In den Dörfern gibt es keinen Schulbus, die Bedingungen sind dort ganz anders“, erklärt Anke Repp. Sie ist eine von rund 15 Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal, die sich dafür einsetzten, dass in Guasaule zusätzliche Schulgebäude gebaut werden, damit alle Kinder des Dorfes die Schule vor Ort besuchen können.
„Angefangen hat das ganze Projekt mit Fernweh“, erzählt Christina Sopena Amiel. Zum Abschluss ihres Studiums wollten die angehenden Architekten und Bauingenieure ein Projekt umsetzten, bei dem sie etwas Gutes tun und sich zusätzlich professionell weiterentwickeln können. „Zu Beginn war Nicaragua noch gar nicht im Gespräch. Es stand nur fest: Wir wollen Entwicklungshilfe leisten.“ Auf die Idee, in Guasaule eine Schule zu bauen, kamen sie über befreundete Architekten. „Freunde von mir haben den Verein ‚Bildung Bauen e.V.‘ gegründet und bereits im Nachbarort Somotillo eine Schule errichtet“, erzählt Christina. „Wir haben uns mit ihnen getroffen – daraus ist die erste Euphorie entwachsen.“
Mittlerweile hat die Gruppe den Verein ‚Bildung Bauen e.V.‘ übernommen und bereits erste Kontakte nach Nicaragua zu ihrer Partnerorganisation ‚Asodesco‘ geknüpft. Unterstützung erhalten sie dabei von Hr. Prof. Dr.-Ing. Steffen Anders vom Lehrstuhl Werkstoffe im Bauwesen. „Die einzige Voraussetzung für die Übernahme des Vereins bestand darin, dass wir nachhaltig bauen“, erklärt Nils Koch to Krax.
Die Studierenden planen, für den Bau der Schule Materialien wie Lehm und Stroh zu benutzten und die Einwohner vor Ort in den Bau mit einzubeziehen. „Wir wollen den Einheimischen nicht nur eine Schule bauen, sondern ihnen auch die Nutzung von Rohstoffen aus ihrer Umgebung und effiziente, bauliche Arbeitstechniken vermitteln“, ergänzt Christina. Materialien wie Beton und Holz sind in Nicaragua nicht kostengünstig zugänglich, dafür aber Lehm und Bambus.
Bisher werden die Kinder in Guasaule teilweise in ehemaligen sanitären Anlagen unterrichtet, die Innenräume sind komplett gefliest, an den Wänden hängen Waschbecken. Über Fotos ihres Kontaktmannes Santos haben die Studierenden sich bereits ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Einige von ihnen werden bereits im Frühjahr 2017 nach Nicaragua fliegen, um die Gegebenheiten vor Ort persönlich zu überprüfen. Der Bau der zusätzlichen Schulgebäude ist für den Jahresanfang 2018 geplant. Insgesamt drei Monate lang wollen Anke, Christina und Nils mit ihren Mitstreitern John, Jonas, Mats, Marcel und weiteren freiwilligen Helfern nach Nicaragua fliegen und dort zwei zusätzliche Schulgebäude von insgesamt 250qm errichten.
Bisher rechnen die Studierenden mit einem Kostenaufwand von 40.000 Euro. Für die Durchführung ihres Projekts sind die angehenden Bauingenieure und Architekten komplett auf Spenden angewiesen. Die ersten Entwurfspläne wurden bereits erstellt, Anke und John kümmern sich um die Statik, Khaled gibt dem Promovideo den letzten Schliff und auch an der Website werden noch Verbesserungen durchgeführt. „Der nächste Schritt besteht darin, dass wir uns an große Wuppertaler Unternehmen, an Bauunternehmer und an Firmen mit Kontakt nach Nicaragua wenden, um Spenden zu akquirieren“, erklärt Anke. Die Studierenden der Bergischen Uni hoffen auf zahlreiche Unterstützer, um ihr Projekt auch in vollem Umfang realisieren zu können.

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Verwendungszweck: Spende Schulbau Guasuale

 

Text: Hannah Florian

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