Eine Sternstunde in seiner TV-Karriere: Andre Zalbertus berichtet live vom Fall der Berliner Mauer Eine Sternstunde in seiner TV-Karriere: Andre Zalbertus berichtet live vom Fall der Berliner Mauer

Andre Zalbertus serviert jetzt "Bratwurst-Cafe"

Es ist angerichtet: TV-Produzent Andre Zalbertus serviert jetzt „Bratwurst-Cafe“. Der Ex-RTL-Reporter berichtete u.a. hautnah vom Fall der Berliner Mauer. Und heute produziert er immer wieder neue, erfrolgreiche Ideen.

Aus unserer Juni-Print-Ausgabe - Wuppertal, 03.06.2017 - Er hat buchstäblich Fernseh-Geschichte geschrieben. Andre Zalbertus war als RTL-Reporter hautnah beim Fall der Berliner Mauer dabei. Anschließend berichtete er als RTL-Korrespondent in Moskau vom Untergang der alten Sowjetunion. Danach gründete der Vollblut-Reporter die Fernseh-Produktions-Firma AZ Media, die verschiedene Sender mit TV-Beiträgen belieferte. Es folgten die Projekte center.tv Düsseldorf und Köln sowie Carlsplatz.TV. Und jetzt serviert Fernsehmacher Andre Zalbertus seinen Zuschauern ein einmaliges und überaus innovatives Format: „Bratwurst-Cafe“. Schon der Name macht Appetit. „Bratwurst-Cafe“ ist ein Menü aus Tele-Shop und medialer Wohlfühl-Oase. Peter Pionke unterhielt sich mit dem einfallsreichen, kreativen Medien-Mann, wie er beispielsweise auf den Geschmack gekommen ist, den Leuten „Bratwurst-Cafe“ aufzutischen...

DS: Schon der Name „Bratwurst-Cafe“ macht Appetit auf mehr. Was steckt dahinter?

Andre Zalbertus: „Ich nutze die tollen Möglichkeiten der sozialen Netzwerke und reise mit einem Grill quer durch die ganze Welt. Treffe Menschen, jung und alt, arm und reich. Das ist so eine Art digitales Kunstprojekt. Kunst als Brücke in andere Wissenschaften, als Weg zur Transformation, als Schutzhütte in stürmischen Zeiten. Bei uns am Grill hat man eine gute Zeit, ein wärmendes Feuer, leckeres Essen. Und spricht miteinander mit Respekt, das ist mir besonders wichtig.“

DS: Wie sind Sie auf diesen durchaus griffigen Namen gekommen?

Andre Zalbertus: „Mir fiel auf, dass das Wort 'Bratwurst' fast überall auf der Welt nicht übersetzt wird, ähnlich wie Autobahn und Kindergarten. Da muss ich dann nichts erklären, die Bratwurst kennt fast jeder in irgendeiner Form und hat meist gute Erinnerungen. Und in Wiener Kaffeehäusern sind traditionell immer schon gute Dinge erfunden und verbreitet worden. An diese Tradition knüpfen wir jetzt an und verbinden Tradition mit Moderne. Die Idee vom Bratwurst-Cafe langsam aber stetig meinen Kopf erobert und jetzt ist die richtige Zeit, um die Welt damit zu erobern. Außerdem grille ich selbst schon immer und liebe Bratwurst.“

DS: Wie und wo kann man „Bratwurst-Cafe“ eigentlich empfangen?

Andre Zalbertus: „Facebook, Instagram, youtube, Twitter, auf chinesischen Kanälen, wir versuchen es immer weiter auszubauen. Amazon ist unser nächstes Ziel.“

DS: Wie akquirieren Sie Ihre Moderatorinnen und Moderatoren?

Andre Zalbertus: „In den nächsten 24 Monaten werden wir hier immer wieder das Anforderungsprofil veröffentlichen. Spaß am Grillen sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Gerne auch grillende Frauen, denn das wird ein neuer Trend werden. Und Grillen im Winter. Neugierige können mir schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!."

DS: Welche Anforderungen müssen die Produkte erfüllen, die Sie in Ihrem Tele-Shop verkaufen?

Andre Zalbertus: „Gute Qualität, mit Liebe und Passion hergestellt. In der echten deutschen Bratwurst ist ja Schweinefleisch, die isst nicht jeder. Wir haben für jede Religion die passende Wurst. Sogar Veganer werden bei Bratwurst-Cafe etwas finden. Ich möchte ja mit allen Menschen sprechen, über den Menschen an sich..."

DS: RTL-Korrespondent in Moskau, Gründer von AZ Media, center.tv Düsseldorf und Köln, Carlsplatz.TV und jetzt Bratwurst-Cafe. War das jetzt das Ende der „Fernseh-Wurst“ oder kommt da noch etwas?

Andre Zalbertus: Wir haben eine Wette am Laufen: Bratwurst-Cafe sendet mindestens solange, bis China Fußball-Weltmeister wird. Das kann also ein paar Jahre dauern..." ( lacht)

DS: Städte- oder Metropolen-TV – ist das Experiment aus Ihrer Sicht gescheitert?

Andre Zalbertus: „Nein, das beginnt doch jetzt erst. Dank Smartphone, Facebook und Instagram kann eine kleine schlaue Truppe eine Stadt im Handstreich erobern, wenn die gutes Programm machen. Das wird kommen und es wird noch heftige Turbulenzen geben.“

DS: Sind Sie da mit am Ball?

Andre Zalbertus: „Nein, der Hauptsitz von Bratwurst-Cafe ist in Vancouver/Kanada. Wir werden von dort aus die ganze Welt mit unserem Grill beglücken, das ist wieder eine historisch einmalige Chance.“

DS: Warum gerade dort?

Andre Zalbertus: „Die haben sich sehr nett um uns bemüht und die Kanadier sind extrem grill- und naturverbunden. Das gefällt mir.“

DS: Wie entwickelt sich das Fernsehen der Zukunft?

Andre Zalbertus: „Das Fernsehen hat eine großartige Zukunft. Allerdings entscheidet der Zuschauer, wann er guckt. Die deutschen Sender werden in üble Überlebenskämpfe geraten, da Amazon, apple und Netflix und das chinesische Alibaba immer interessanter werden und mit Taschen voller Geld weltweit verwertbare Produktionen angehen. Das ist natürlich für Product Placement viel interessanter. Und ich bin mal gespannt, wohin die Fussball-TV-Rechte in Zukunft wandern.“

DS: Würden Sie jungen Leuten heute überhaupt noch den Rat geben, TV-Reporter zu werden?

Andre Zalbertus: „Ja, wenn Du bereit bist, lebenslang zu lernen sowie flexibel und hungrig bist. Wir erleben gerade im 'Screen-TV' mit der digitalen Revolution quasi live eine der größten Umwälzungen der Menschheitsgeschichte. Jeder Bereich ist betroffen. Fakt ist: Video und Foto ist und bleibt das wirksamste Medium, im Guten wie im Schlechten.“

DS: Was muss man mitbringen, um heutzutage im TV-Geschäft erfolgreich zu sein?

Andre Zalbertus: „Man muss lernen, wie gute Geschichten erzählt werden. Das war früher so und funktioniert heute und in Zukunft genau so. Das schöne ist ja: Grundsätzlich kann ja jeder heute selbst senden und eine eigene Marke werden. Das gefällt mir.“

DS: Zu welchen alten RTL-Kollegen haben Sie heute noch Kontakt?

Andre Zalbertus: „Och, über Facebook mit vielen. Das ist ja wie Kaffeeklatsch, egal wo man gerade ist auf der Welt. Sehr schön!“

DS: Welches Erlebnis in Ihrem Berufsleben vor und hinter der Kamera hat Sie am meisten beeindruckt?

André Zalbertus: „Ganz klar: Monatelang live vom Ende der deutsch-deutschen Mauer zu berichten und anschließend drei Jahre lang den Untergang der Sowjetunion als Auslandskorrespondent und Zeitzeuge begleiten zu dürfen. Beides war echtes Reporterglück und unvergesslich.“

DS: Vielen Dank für das informative, spannende Gespräch

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