Schülerreporterin Charlotte zu Besuch auf der Kinder- und Jugendfarm Foto: Dirk Sengotta

Schülerreporterin Charlotte zu Besuch auf der Kinder- und Jugendfarm

Unsere Schülerrepoterin Charlotte stattet dieses Mal der Wuppertaler Kinder- und Jugendfarm einen Besuch ab. Dabei trifft sie auf begeisterte Kinder, allerlei Tiere und das älteste Pony Deutschlands. 

Als ich das erste Mal etwas von der ‚Kinder- und Jugendfarm‘ gehört habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich hauptsächlich Kinder um die „Bewohner“ der Farm kümmern würden. Ich dachte eher an einen kleinen überschaubaren Bauernhof, wo sich ein paar Erwachsene um die Tiere kümmern und die Kinder ihnen über die Schulter gucken können.
Doch dass ich mich in diesem Punkt schon geirrt habe, merke ich sofort, als ich die Farm im Rutenbecker Weg 167 betrete, in der ich als Schülerreporterin heute hinter die Kulissen schauen darf.

Der erste Eindruck dieser Farm überwältigt mich, überall toben Kinder herum und kümmern sich liebevoll um die Tiere. Zu aller erst sehe ich ein großes Gehege mit Kaninchen und Meerschweinchen, in dem sich auch Kinder befinden und sie füttern oder pflegen.

Als ich Ute Schick, eine der Pädagogen der Farm treffe, schaue ich in ein offenes, freundliches Gesicht. Sie erzählt mir die Geschichte der Kinder-Farm, die es schon seit 20 Jahre gibt und in all den Jahren sehr gern von Kids besucht wird. Nachdem ich einen ersten guten Eindruck von der Farm bekommen habe, führt mich Malisa (8 Jahre) durch die Farm. Sie ist seit fast drei Jahren jeden Samstag hier - und manchmal auch während der Woche.
Malisa fühlt sich augenscheinlich pudelwohl.

Ich bin beeindruckt, wie viel sie mir mit ihren acht Jahren schon über die Tiere erzählen kann. Als erstes zeigt sie mir ihre Lieblinge der Farm, die Frettchen. Es gibt davon insgesamt fünf. Sie leben in einem großen Käfig mit Außengehege. Ohne Angst und profimäßig nimmt sie sich eins der Tiere heraus und gibt es mir zum Streicheln. Nebenbei erzählt sie mir noch einiges über die süßen Tiere. Als nächstes gehen wir zu meinem persönlichen Highlight des Tages: die Hängebauchschweine.

Von den lustigen Tieren sind zwei vorhanden. Gemeinsam streicheln wir die beiden Pigs. Mir fällt auf, wie verantwortungsvoll Malisa eine kleine Wunde am Ohr des Hängebauchschweins „Sunny“ begutachtet. Danach gehen wir zu den wahrscheinlich beliebtesten Tieren des Hofes, den Ponys. Insgesamt gibt es auf der Jugend- und Kinder-Farm sechs ‚Mini-Pferde‘, die für den Zirkus-Auftritt am nächsten Tag trainiert werden. „Der Zirkus ist ein spezielles und beliebtes Programm der Kinder- und Jugendfarm“, erklärt mir Malisa.

Besonders stolz präsentiert Sie mir aber „Schlumpf“, das mit 51 Jahren älteste Pony in Deutschland. Der Glückliche hat das große Los gezogen, dass er auf der Jugend- & Kinderfarm Wuppertal seinen Lebensabend verbringen darf. Er bedankt sich auf seine Art und ist besonders lieb und anhänglich.

Die Ponys teilen sich die Weide mit drei Eseln. Aber sie sind viel zutraulicher als ihre Artgenossen, die ich aus dem Streichel-Zoo kenne. Die vielen Kinder stören sie nicht im Geringsten. Kurz danach präsentiert mir meine neue Freundin Malisa das selbst gebaute Baumhaus mit Rutsche! Sie erklärt mir, dass in der Jugend- und Kinderfarm die Ställe, das Baumhaus und auch die Rutschen von den Kids selbst gebaut werden.

Jetzt geht’s in die Futterkammer, wo wir Malisas Bruder Hendrick (10 Jahre) antreffen. Er ist schon seit vier Jahren Hobby-Bauer auf der Kinderfarm und fühlt sich hier genauso wie seine kleine Schwester wie zuhause. Er erklärt mir welches Futter für welches Tier bestimmt ist und wie oder wann man es ihnen zu fressen geben soll. Ich kann kaum glauben, wie wichtig es ihm ist, dass die Tiere genau die richtige Menge zu fressen bekommen und sie nicht überfüttert werden.

Neben den Ponys, Frettchen, Hängebauchschweinen und Eseln gibt es natürlich auch noch viele andere Tiere wie Gänse, Hühner, Meerschweinchen und Kaninchen als auch ein süsses Katzenbaby. Nach meiner Bauernhof-Besichtigungstour ruft Ute Schick alle Kinder zusammen. Jetzt werden alle Dienste für den heutigen Tag eingeteilt. Natürlich ist der Andrang bei den Diensten für die Versorgung der Tiere größer als für Putzarbeiten oder Ausmisten der Ställe. Aber auch für solche Jobs gibt es noch genügend Freiwillige. Am Ende der Versammlung machen sich alle Kinder an die Arbeit. Mir fällt positiv auf, dass selbst Arbeiten, bei denen Besen, Schaufeln und Mistgabeln zum Einsatz kommen, mit Feuereifer erledigt werden.

Nach einem wirklich schönen, lehrreichen Tag auf der Kinder- und Jugendfarm weiß, dass die Kinder enorm viel Verantwortung übernehmen dürfen, aber auch viele Freiheiten haben. Und den Tieren hier, denen geht es richtig gut!
www.jugendfarm-wuppertal.de

Text: Charlotte Schwenteck

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!