Verwirrspiel um OB-Kandidatur

PRO NRW-Generalsekretär Tony-Xaver Fiedler erklärte in einer Pressemitteilung, dass die Wuppertaler Kreisvorsitzende Claudia Bötte und der Wuppertaler OB-Kandidat Markus Stranzenbach ihrer Parteiämter enthoben wurden.

Mit einer Eilentscheidung des Parteivorsitzenden Markus Beisicht und zwei weiterer Präsidiumsmitglieder sei der „organisatorische Notstand über den Bezirk Bergisches Land“ verhängt worden. Bötte und Stranzenbach wurden, so Fiedler, ihrer Ämter enthoben und es wurde ein Antrag auf Parteiausschluss gestellt. Dennoch soll, laut PRO NRW Landesgeschäftsführer Detlev Schwarz, Stranzenbach weiterhin als OB-Kandidat antreten - allerdings nicht mehr für PRO NRW, sondern für PRO Deutschland.

Fiedler behauptete in einer Pressemitteilung auf der Homepage von PRO NRW, dass Stranzenbach am 20. April 2015 (Adolf Hitlers Geburtstag) auf Facebook geschrieben hätte, dass Hitler einer der größten Deutschen gewesen sei. Gemeinsam mit der Kreisvorsitzenden Claudia Bötte und dem ehemaligen NPD-Funktionär Andre Hüsgen soll er versucht haben, so Fiedler, die Partei für Rechtsextremisten zu öffnen und die Mitglieder im Bergischen Land in eine extremistische Plattform zu überführen.

Fiedler distanzierte sich indes von den angeblichen Vorfällen: „Für Extremisten wie Claudia Bötte, die schon in einem Fernsehspot zur Wahl der NPD aufgerufen hat und Hitler-Apologeten wie Stranzenbach, ist bei PRO NRW kein Platz.“

Hüsgen hat sich inzwischen in einer Pressemitteilung gegen die Vorwürfe gewehrt. Er warf Beisicht vor, "innerparteiliche Demokratieregeln außer Kraft zu setzen" und einen "Radikalisierungskurs" anzustreben. Infolge dieses Kurses habe Beisicht mit Falschbehauptungen versucht, die demokratisch gewählten Parteimitglieder Bötte und Stranzenbach zu diskreditieren. Angeblich stünden alle Wuppertaler Mandats- und Funktionsträger, sowie die normalen Mitglieder geschlossen hinter der Kreisvorsitzenden und dem ehemaligen OB-Kandidaten. Gegen die Falschbehauptungen der Parteispitze werde man juristisch vorgehen.

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