Andreas Jäger Andreas Jäger Foto: Benny Trapp

Artgerecht und nachhaltig - Bioprodukte aus der Region

Immer mehr Wuppertaler wollen sich gesund ernähren. In seinem Hofladen in Beyenburg verkauft Andreas Jäger nachhaltige Lebensmittel.

Pestizide im Gemüse, Keime im Geflügel, die Verunsicherung in Bezug auf konventionell hergestellte Lebensmittel steigt stetig. Daher setzen viele gesundheitsbewusste Wuppertaler inzwischen auf Bio-Lebensmittel. Andreas Jäger, der Geschäftsführer des Bioladens Hof Sondern, erklärt die Anforderungen, die an ein wirklich nachhaltiges Lebensmittel gestellt werden. 
 
In seinem Hofladen in Wuppertal-Beyenburg verkauft Jäger zur Sommerzeit Gemüse aus der eigenen Gärtnerei. „Die Transportwege betragen in diesem Fall weniger als 500 Meter. Zusätzlich bekommen wir jeden Tag frische Ware vom Demeter-Großhandel geliefert. Wer sich gesund ernähren will, sollte auch auf das Siegel achten. Das Verbands-Bio-Siegel wird nach strengeren Richtlinien vergeben als das EU-Bio-Siegel. Das Bio-Siegel von Demeter bescheinigt zum Beispiel einen der höchsten Qualitäts-Standards, die es in Deutschland überhaupt gibt.“ 
 
So haben Hühner, die nach diesen Qualitätsstandards gehalten werden, deutlich mehr Lebensraum. 140 Tiere leben auf einem Hektar und werden primär mit Futter aus eigenem Anbau gefüttert. Auf Zusatzstoffe wie Wachstumshormone und Antibiotika verzichten Verbands-Bio-Bauern gänzlich. Andreas Jäger: „Das EU-Bio-Siegel möchte ich aber nicht pauschal abwerten. Wir haben auch diese Produkte im Angebot, es kommt halt auch auf den Anbieter an.“
 
Der Honig, der im Laden angeboten wird, stammt – genau wie ein Teil der Eier – aus Beyenburg. „Wer auf die Umwelt achten will, der sollte regionale Produkte kaufen. Die Bienen, von denen der Honig stammt, fliegen regelmäßig über unsere Gärten“, sagt Jäger. 
 
Zu einer tier- und umweltfreundlichen Ernährung gehöre auch biologisch erzeugtes Fleisch. Das auf Hof Sondern verkaufte Rindfleisch stammt vom Schultenhof in Ennepetal, einem Betrieb, der nach Demeter-Richtlinien arbeitet. Andreas Jäger: „Das bedeutet zum Beispiel, dass die Hörner der Tiere nicht entfernt und dass die Kühe im Falle einer Krankheit mit Naturheilmitteln behandelt werden. Der Hof schlachtet keine Kälber, sodass die Rinder rund zwei Jahre leben. Alle drei Wochen wird ein Tier geschlachtet, beim nur 40 Kilometer entfernten Schlachter.“ 
 
Bewusste Ernährung biete – so der Bioladen-Besitzer - viele Vorteile. „Echtes Bio-Fleisch verliert kein Wasser, riecht nicht und schmeckt besser.“ Zudem wird bei Bio-Fleisch zum Beispiel auf Nitrit-Pökelsalz verzichtet, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Biofleisch ist durch das Fehlen von Farbstoffen zwar manchmal gräulich, das ist aber völlig normal und bedeutet keine Qualitätsminderung. Andreas Jäger: „Grundsätzlich gilt aber: Massentierhaltung ist unethisch und Monokulturen erhalten die Fruchtbarkeit nicht.“
 
Wer also sich, seiner Familie und der Umwelt etwas Gutes tun möchte, für den ist der Umstieg auf Bio-Lebensmittel sicher eine gute Alternative.
 
Text: Mirja Dahlmann
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