Martin Schneider Martin Schneider

Der Wuppertaler Martin Schneider sitzt als ZDF-Kommentator bei der EM am Mikrofon

Wuppertals Fußball-Experten sehen Deutschland bei der Europameisterschaft ganz vorne.

Aus unserer Print-Ausgabe. Heute, am 10. Juni, ist Anstoß der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. An der „UEFA-EURO 2016“ werden erstmals werden 24, statt bisher 16 Mannschaften um die begehrte EM-Trophäe kämpfen. Alle Spiele werden vom ARD und ZDF gemeinsam und abwech-selnd live übertragen. Der Wuppertaler ZDF-Reporter Martin Schneider ist erstmals als Spiel-Kommentator dabei. Martin Schneider freut sich auf diese Aufgabe. Der erfolgreiche TV-Mann zur STADTZEITUNG: „Ich bin erstmals als Live-Reporter für das ZDF im Einsatz - und das nach zehn Turnieren an der Seite meines Kumpels Bela Rethy. Ich kommentiere die Spiele Schweiz-Albanien (Gruppe A) Ukraine-Nordirland (Deutschland-Gruppe C), Tschechien-Kroatien (Gruppe D) und dann noch ein Achtelfinale.“

Deutschland spielt in der „Gruppe C“ gegen die Ukraine, Polen und Nordirland. Zum Auftakt trifft das Löw-Team am Sonntag, 12. Juni, in Lille auf die Ukraine. Zum Kommentatoren-Team des ZDF gehören neben Martin Schneider noch Bela Rethy, Oliver Schmidt und Claudia Neumann. Oliver Welke und Oliver Kahn sind wieder für die Moderation im EM-Studio zuständig.

Natürlich hat Martin Schneider schon jetzt einen EM-Tipp, den er unseren Lesern vorab verrät: „Im Finale sehe ich Deutschland und Frankreich, ganz spießig! Frankreich wird Europameister. Der Heimvorteil wird eine verschworene Gemeinschaft zum Titel tragen“.

Vom Sieg der deutschen Mannschaft ist dagegen „Fußball-Report“-Herausgeber Manfred Osenberg (70) überzeugt. Warum? „Andere Mannschaften haben vielleicht noch bessere Spieler, aber Deutschland hat mit Löw den besten Trainer und vor allem den besten Teamgeist“, meint der Langerfelder. Hier sieht er auch den Vergleich zu den erfolgreichen deutschen Handballern, wo Trainer Dagur Sigurdsson ganz ähnlich wie Jogi Löw agiere. Wenn Manfred Osenberg nicht gerade im Tal weilt, wird er die Spiele in einem Café am Strand seiner Wahlheimat Wangerooge beim Sonnenuntergang genießen, verrät er. Ein EM-Spiel, nämlich das gegen Nordirland, wird er in der HAKO-Event-Arena live miterleben. „Da machen wir gemeinsam mit dem Verein Bergische Sportpresse Rudelgucken“, erklärt Manfred Osenberg, seit über 40 Jahren Präsident der Bergischen Sportpresse.

Der Wuppertaler Marcus Lindemann zählt zu Deutschlands besten Fussball-Kommentatoren. Der 49-Jährige kam über „Radio Wuppertal“ und den WDR 1999 zum Bezahlsender SKY, der damals noch „Premiere“ hieß. Hier kommentiert Marcus Linde-mann mit sehr viel Kompetenz und Wortwitz Spiele der 1. Bundesliga, der Europa League und des DFB-Pokals. Lindemann im Gespräch mit der STADTZEITUNG: "Was die Favoriten der EURO betrifft, neige ich reflexartig dazu, auf die berühmten „üblichen Verdächtigen“ zu setzen. Spanien als Titelverteidiger, Italien als Turniermannschaft, Frankreich als Gastgeber, Deutschland als Weltmeister, vielleicht England als „Team, das mal wieder dran wäre...“

Auch der Schweiz als Außenseiter traut Marcus Lindemann diesmal eine Menge zu. Der Fußball-Experte, der viele Jahre lang selbst gegen die Kugel trat: „Mein EURO-Tipp ist letztlich ein durchaus patriotischer: Deutschland wird Europameister im Endspiel gegen England - allein dieses Finale wäre schon ein Traum!!!“

Da speziell im Fußball die Realität auf dem Rasen stringent der Statistik gehorche, so Marcus Lindemann, werde Deutschland zwei Jahre nach dem Gewinn des WM-Titels nun auch Europameister. Immerhin habe das Spanien 2010 und 2012 ja auch geschafft...

Marcus Lindemann kann sich bei der EM in aller Ruhe zurücklehnen und die Spiele zuhause auf dem Sofa genießen - auch wenn ihm das nicht so leicht fällt.

Marcus Lindemann: „Meine Rolle wird die des enthusiastisch-interessierten Beobachters sein, der vor dem heimischen Fernseher sitzt und seine Kinder für 90 Minuten Ruhe mit Süßigkeiten bestechen wird! Mein Sender SKY hat ja leider keine TV-Übertragungsrechte für die EM.“

Text: Siegfried Jähne

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