So sah es nach dem Unwetter in den City-Arkaden aus So sah es nach dem Unwetter in den City-Arkaden aus Foto: privat

Also doch! Unwetter-Hilfen vom Land

Jetzt gibt es doch Hilfe vom Land NRW! Die Landesregierung hat beschlossen, die Stadt Wuppertal und ihre betroffenen Bürgern nach dem schweren Unwetter zu untertützen.

Wuppertal, 13.06.2018 - NRW-Innenminister Herbert Reul erklärte: "Der Starkregen am 29. Mai hat in Wuppertal einen katastrophalen Schaden verursacht. Nun müssen wir uns gemeinsam an die Aufräumarbeiten machen, die viele Menschen vor große Herausforderungen stellen."

Finanzielle Unterstützung sollen auch Privathaushalte erhalten, deren Hausstand oder Gebäude durch die enormen Wassermassen stark beschädigt wurden.

Hier greift die Soforthilfe des Landesregierung, die seit diesem Jahr bei Unwetterkatastrophen gewährt werden kann. Bürger werden damit in die Lage versetzt, dringend notwendige Anschaffungen zu tätigen.

Auch Kleingewerbetreibende und Landwirte können in den Genuß der Soforthilfe kommen. "Innerhalb kurzer Zeit fielen große Regenmengen und es wurden viele Gebäude überflutet. Wir müssen daher diejenigen unterstützen, bei denen eine Versicherung nicht greift", erklärt Herbert Reul.

Der Minister hob hervor: "Vor allem die gravierenden Schäden der Bausubstanz sind erschreckend und übersteigen gewöhnliche Unwetterschäden um ein Vielfaches."

Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde die Universität Wuppertal. Bei einem Gebäude des Komplexes am Haspel stürzte das Dach ein und richtete schwere Schäden an Lehr- und Forschungsmaterialien an. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW will jetzt die entstandenen Gebäudeschäden beheben.

Außerdem prüft das Land weitere Hilfen für die Hochschule. Herbert Reul: "Die Schäden an der Universität sind nicht nur baulicher Art, sondern betreffen auch den Wissensschatz der Stadt. Hier müssen wir abwarten, bis die abschließende Beurteilung der Schäden vorliegt."

Das Land steht außerdem mit der Stadtverwaltung in Kontakt und wird eine mögliche Unterstützung durch das so genannte Gemeindefinanzierungsgesetz 2018 (GFG 2018) prüfen. Es gewährt Kommunen finanzielle Unterstützung bei außergewöhnlichen oder unvorhersehbaren finanziellen Belastungssituationen. "Eine finanzielle Unterstützung der Kommunen ist nicht ausgeschlossen. Die abschließende Beurteilung der Lage steht zurzeit aber noch aus", erläutert Reul.

Bereits am 01.06. hatte Reul Wuppertal besucht, um sich ein Bild der Lage vor Ort zu machen. Der Innenminister: "Die Bilder aus Wuppertal haben mich erschüttert. Ich wollte mit eigenen Augen sehen, was das Unwetter angerichtet hat und den zahlreichen Einsatzkräften persönlich danken."

Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach dem Unwetter einen Bittbrief geschrieben und den Gesamtschaden darin auf rund 10 Millionen Euro beziffert.

Seine Bitte wurde jetzt offensichtlich erhört. Wie hoch die finanzielle Untersützung vom Land letztlich ausfallen wird, steht bislang noch nicht fest.

 

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!