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Meisterin im Ropeskipping: Anika Stuhr (links) Meisterin im Ropeskipping: Anika Stuhr (links) Foto: Dirk Sengotta

Mehr als Seilspringen

Rope Skipping heißt die Trendsportart: Im Vohwinkeler STV wird Seilspringen zu professionellem Wettkampfsport.

Jeder ist als Kind mal Seilchen gesprungen. Seilspringen ist ein Klassiker – genau wie Hula Hoop. Doch was samstagvormittags in einer kleinen Turnhalle mitten im Herzen Vohwinkels passiert, ist kein Seilchenspringen im klassischen Sinne. Rund 15 Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren lassen hier professionell ihre Seile durch die Luft fliegen, überkreuzt, in doppelter Geschwindigkeit, mit Handstand, Radschlag oder im Sitzen unterm Po durch. „Beim Rope Skipping ist alles möglich, man muss nur kreativ sein“, erklärt Anika Stuhr, die Trainerin der Mädchen. Sie selbst springt in der ersten Wettkampfgruppe und in der Showgruppe des Vohwinkeler STV. Mit sieben kam Anika zum ersten Mal mit Rope Skipping in Berührung. Ins Leben gerufen wurde die Seilspringgruppe vor 16 Jahren von Abteilungsleiterin Britta Meya-Hübner. „Ich habe das damals im Fernsehen gesehen und mir gedacht: Das will ich auch machen.“ So kaufte sie sich ein Buch und trainierte fleißig mit ihrer Tochter in der Garage. Beim Vohwinkeler STV stieß sie mit Rope Skipping zunächst auf Skepsis, mittlerweile trainieren 80 Kinder zwischen 7 und 25 Jahren professionelles Rope Skipping beim VSTV. Drei Wettkampfteams, zwei Showgruppen und mehrere Breitensportgruppen hat der Verein bereits vorzuweisen. Bei den Deutschen Teammeisterschaften im April konnte sich das erste Wettkampfteam sogar für die Europameisterschaften im Sommer qualifizieren. Auch Anika Stuhr war mit dabei. „In zwei Disziplinen haben wir besonders überzeugt, in Doubledutch und Singleroudspeed“, erklärt die 22jährige Wuppertaler Sportstudentin. Und jetzt nochmal für Laien: Beim Doubledutch drehen zwei Dreher zwei große Seilen, ein Dritter springt, die Anzahl der Sprünge zählt. Bei der Einzeldisziplin Singleroudspeed geht es darum, das Seil möglichst schnell zu drehen.

Für jede Disziplin gibt es ein anderes Seil – das Drahtseil ist für Speed, das Gummiseil für Tricks besondere Klackerseile mit Perlen für die Show-Sprünge. Jumping Foxies – so nennen sich die beiden Showgruppen des VSTV. Die Küren, erklärt Anika, denken sich die Gruppen selbst aus. „Wir nehmen das Seil in die Hand und probieren einfach aus. Spektakulär muss es auf jeden Fall sein und viele turnerische Elemente enthalten, das ganze natürlich auf Musik“, erklärt sie. Salto und Flic Flac bringen sich die Springerinnen außerhalb des Show-Trainings selbst bei. Aber auch bei den jüngeren Mädels achtet Anika darauf, dass sie Liegestütze und Handstand auf jeden Fall beherrschen. „Arme gerade“, ruft sie durch die Halle. Die jungen Springerinnen trainieren an diesem Samstagmorgen für das Landesturnfest in Siegen Anfang Juni. Bis dahin müssen alle Bewegungen sitzen und sauber ausgeführt werden.

Anika hat es mit ihren Rope Skipping-Künsten bereits bis ins Fernsehen geschafft. „In der Fernsehserie ‚Deutscher Meister‘ habe ich mich im Po-Seilspringen gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt, in der Guinessshow des italienischen Fernsehens habe ich einen neuen Rekord im Po-Seilspringen aufgestellt und ihn dann im ZDF Fernsehgarten noch verbessert.“ Anikas braune Augen blitzen, während sie davon erzählt. Für die Zukunft hofft sie auf weitere Fernsehauftritte.
Rope Skipping ist beim Vohwinkeler STV in Wuppertal einmalig, und die Teams scheinen erfolgreich zu sein. „Wir sind bereits zu Meisterschaften nach Südafrika, Ungarn und England gereist“, erzählt Britta Meya-Hübner stolz. Sie ist fest davon überzeugt, dass Rope Skipping nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern auch gut für die Entwicklung ist. „Überkreuzbewegungen fördern die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften. Seilspringen ist sozusagen Gehirnjogging“, erklärt sie nachdrücklich.
Für das erste Wettkampfteam steht bald die Europameisterschaft auf dem Plan. Die Landesmeisterschaft findet im Oktober statt – und das sogar in Wuppertal. Britta Meya-Hübner freut sich bereits auf diesen Termin. Aber bis dahin heißt es: Radschlag, Liegestütz, springen und schwingen, und dabei natürlich jede Menge Spaß haben.

Hannah Florian

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