Am 20.11.2018 fand unsere traditionelle Weihnachtsfeier mit unseren Patienten und deren Angehörigen in den Räumen der ev. Kirche am Eckbusch 29 statt.

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v.l.n.r. Gunther Wölfges, Univ.-Prof. Dr. André Betzer, Jochen Welling, Philip Schmersal, Andreas Mucke, Patricia Knauf-Varnhorst, Christopher Wojciech, Moritz Schönian,  Andreas Otto, Heinz-Gerhard Strotkötter v.l.n.r. Gunther Wölfges, Univ.-Prof. Dr. André Betzer, Jochen Welling, Philip Schmersal, Andreas Mucke, Patricia Knauf-Varnhorst, Christopher Wojciech, Moritz Schönian,  Andreas Otto, Heinz-Gerhard Strotkötter Foto: Schmersal/Andreas Fischer

Unternehmerabend: '10 Jahre nach der Finanzkrise'

„10 Jahre nach der Finanzkrise – Was hat sich in der Zusammenarbeit zwischen Banken und Firmenkunden verändert?“ - so lautete das Thema beim Bergischen Unternehmerabend.

Wuppertal, 20.03.2019 - Vertreter verschiedener Kreditinstitute diskutierten auf Einladung der Wuppertaler Wirtschaftsjunioren und der K.A. Schermsal GmbH & Co. KG ihre Erfahrungen und Auswirkungen der Finanzkrise.

Der Impulsvortrag von Prof. André Betzer, der die Entstehung und rasante Entwicklung der Immobilienkrise beleuchtete sowie die anschließende Diskussion regte das Publikum zum aktiven Austausch an.

Die Vertreter der Kreditinstitute waren der Meinung, die globalen Auswirkungen und das Ausmaß waren auf Grund positiver Wirtschaftsprognosen nicht absehbar. Außerdem wurde herausgestellt, dass das Immobiliengeschäft in Deutschland, auch bereits in der Vergangenheit, deutlich sicherer und auf Basis anderer Grundsätze abgewickelt wurde.

„Der deutsche Häuslebauer kämpft um sein Haus, weil er persönlich haftet. Ohnehin sind die Vergabekriterien der Immobilienkredite sehr an die Bonität, also auch an die finanzielle Situation der Kreditnehmer, gekoppelt und eine Besicherung ist durch die Immobilie gegeben“, so Andreas Otto, Mitarbeiter der Volksbank im Bergischen Land eG)

Auch die aus dieser Krise resultierende Niedrigzinspolitik wurde thematisiert, da sie zunächst für Kreditnehmer interessant, auf Dauer aber als Herausforderung bezeichnet werden. Gerade die kurzfristige Geldanlage bei der EZB führe zu hohen Kosten. „Das macht also für ein Kreditinstitut, welches 100 Mio. EUR anlegt, 400.000 EUR pro Jahr an Zinskosten aus“ bezifferte Gunter Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal beispielhaft die Kosten der Kreditinstitute.

Die Frage nach der Entwicklung des gewerblichen Kreditgeschäftes vor dem Hintergrund der Zinspolitik sei nicht das ausschlaggebende, einzige Kriterium für Unternehmen, zu investieren. Unternehmer investieren, wenn die Aussichten der künftigen Entwicklung positiv ausfallen.

„In Deutschland ist man immer sehr vorsichtig und zurückhaltend, dabei sollte man sich bewusst machen ,dass es in 70 Jahren Bundesrepublik Deutschland gerade einmal sieben Jahre mit einer leicht negativen konjunkturellen Entwicklung hierzulande gegeben hat, die in entsprechenden Krisenzeiten wie z.B. der Ölkrise oder eben zur Finanzkrise auftraten“, zieht Jochen Welling, Mitarbeiter der Commerzbank AG Bilanz.

Die Finanzkrise habe eine umfassende RE-Regulierung der Finanzbranche auf der ganzen Welt ausgelöst. Die Kreditinstitute sehen sich heute einer deutlich umfassenderen Gemengelage an Vorschriften ausgesetzt als noch vor zehn bis 15 Jahren. Darüber hinaus gebe es viele Vorschriften wie das Geldwäschegesetz und Know Your Customer, bei denen sich noch zeigen werde, welche sich dauerhaft durchsetzen.

„Aktuell scheinen sich die Vorschriften aus dem angelsächsischen Raum am Ehesten durchzusetzen“, schätzt Heinz-Gerhard Strotkötter, Mitarbeiter der Deutsche Bank AG die aktuelle Rechtslage ein.

Wie in allen Branchen sei auch die Finanzbranche der Digitalisierung ausgesetzt. Das hänge auch mit dem Nachfrageverhalten der Kunden zusammen. Filialen werden immer seltener aufgesucht. Den Kunden sei es wichtig, ihre Bank über eine vielfältige Zugangswege zu erreichen, Heutzutage tätige der Kunde die meisten Transaktionen online, davon die Hälfte über Banking-Apps auf dem Smartphone oder Tablet.

„Entscheidend wird das Nachfrageverhalten der Kunden“, so Gunter Wölfges auf die Frage nach der Perspektive für die nächsten Jahre.

Alle Vertreter der Kreditinstitute waren sich einig, dass die Branche mit sehr viel Bewegung zu rechnen habe.

„Über die rege Teilnahme und den aktiven Austausch der Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Podium haben wir uns sehr gefreut. Es zeigt die nach wie vor hohe Relevanz des Themas sowie die Unsicherheiten als auch Chancen, die aus dieser Zeit resultieren“, zieht Patricia Knauf-Varnhorst, Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren Wuppertal eine positive Bilanz des Abends.

 

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