Schülerreporterin Charlotte Schwenteck beim Besuch des Tierheims an der Waldkampfbahn Schülerreporterin Charlotte Schwenteck beim Besuch des Tierheims an der Waldkampfbahn Foto: Dirk Sengotta

Wuppertaler Tierheim steht vor der Schließung!

Schlechte Nachrichten für alle Tierfreunde! Das  Wuppertaler Tierheim macht im September dicht. Den 12 Mitarbeitern der vom Tierschutzverein "Wuppertal 1862 e.V." betriebenen Einrichtung wurde bereits gekündigt. 

Abgesehen von Ausnahmefällen nimmt das Tierheim an der Waldkampfbahn in Vohwinkel schon jetzt keine Tiere mehr auf. Laut Deana Ausländer, der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, fehlen pro Monat rund 20.000 €. Als der Verein in Verhandlungen mit der Stadt keine Einigung über eine höhere Kostenbeteiligung erzielen konnte, habe der Verein die Notbremse gezogen und den Vertrag gekündigt. Die Hunde, Katzen, Kaninchen, Vögel und anderen Geschöpfe müssen jetzt auf andere Einrichtungen verteilt werden. Oberbürgermeister Andreas Mucke will in den nächsten Tagen das Gespräch mit der Leitung des Tierschutzvereines suchen.

Für die Wuppertaler Tierfreunde ist die Schließung des einzigen Tierheims schlichtweg eine Katastrophe. Die CDU-Stadtverordnete Rosemarie Gundelbacher ist bestürzt und findet klare Worte: "Mir als Tierfreundin bricht es fast das Herz. Das kann man nicht so einfach hinnehmen. Es muss da eine Lösung gefunden werden. Man darf die Tiere, die ohnehin fast alle ein schlimmer Schicksal erlitten haben, nicht so einfach im Stich lassen!" Der Zahnarzt und Tierfreund  Dr. Dirk Specht ist ebenfalls erschüttert: "Es ist empörend, dass eine Großstadt wie Wuppertal sich eine solche traditionsreiche Eirichtung nicht leisten kann. Das wirft ein Licht darauf, welche Schätzung Tiere von der Stadt erfahren. Ich finde es traurig und skandalös. Hier wird mal wieder an der falschen Stelle gespart."

Bernd Bigge, Wuppertaler Unternehmer und Unterstützer zahlreicher sozialer Einrichtungen, ist fassungslos: "Wie kann eine solch tolle soziale Einrichtung, die nicht nur sehr wichtig für die betroffenen Tiere, sondern auch für die Menschen ist, geschlossen werden. Meine Frau Beate und ich haben das Heim schön häufig besucht und auch schon mehreren Hunden und Katzen, die dort bestens gepflegt wurden, ein neues Zuhause gegeben. Es ist ein Armutszeugnis für unsere Stadt, dass für alles Mögliche Geld ausgegeben, aber ausgerechnet für den Unterhalt eines Tierheimes nicht genug Geld zur Verfügung gestellt wird."

Über weitere Infos und Reaktionen halten wir Sie auf dem Laufenden. 

Text: Peter Pionke

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