Stefan Mageney (r.) mit dem bekannten Schauspieler Christoph Maria Herbst (u.a. Stemberg, King Ping) im Vorfeld WUPPERTAL HILFT!-Festival zugunsten der Wuppertaler Tafel Stefan Mageney (r.) mit dem bekannten Schauspieler Christoph Maria Herbst (u.a. Stemberg, King Ping) im Vorfeld WUPPERTAL HILFT!-Festival zugunsten der Wuppertaler Tafel Foto: Paul Coon

WUPPERTAL HILFT! macht das Dutzend voll

WUPPERTAL HILFT! macht das Dutzend voll! Am 15. Februar 2020 steigt in der Unihalle das 12. große Charity-Festival mit vielen unterschiedlichen Music-Acts. Diesmal kommen die Einnahmen dem Verein „Vohwinkeler Kinder-Tisch“ zugute.

Wuppertal, 19.09.2019 - Initiator der Charity-Festivals ist Stefan Mageney, Dozent, Frontmann der Rock-Bands "Bourbon Street" sowie "Crystal Ball" - und auch "Frontmann" des gemeinnützigen Vereins "WUPPERTAL HILFT!". Das Benefiz-Festival war 2005 als einmaliges Musik-Event geplant. Es entwickelte sich aber zum erfolgreichen Evergreen und steht mittlerweile unter der Schimherrschaft des Wuppertaler Oberbürgermeisters Andreas Mucke.  Die STADTZEITUNG hat sich mit Stefan Mageney, dem 1. Vorsitzenden von WUPPERTAL HILFT!, unterhalten.

DS: Sie und Ihr Team veranstalten am 15. Februar 2020 schon das 12. Benefiz-Festival. Was treibt Sie immer noch an?

Stefan Mageney: "Zuerst einmal motiviert der Erfolg der letzten Veranstaltungen und die erfolgten positiven Zusprüche und Reaktionen. Des Weiteren, die Möglichkeit, der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Wir leben in einem tollen Land und den meisten von uns geht es gut. Aber leider nicht allen Menschen hier, darum helfen wir mit dem, was wir können - mit Musik!"

DS: Als sie das erste Festival 2005 spontan für die überlebenden Kinder der Flutkatastrophe in Süd-Ost-Asien initiiert haben, war Ihnen da überhaupt schon bewusst, dass WUPPERTAL HILFT zu einem Charity-Meilenstein in Wuppertal werden würde?

Stefan Mageney: "Nein, natürlich nicht. Es war als einmalige Hilfe gedacht. Da das erste Festival aber toll und erfolgreich war, kamen schnell die Fragen nach einer Wiederholung auf. Das daraus inzwischen 12 Festivals geworden sind, hätte ich niemals gedacht."

DS: Über 385.000 Euro sind durch die Festivals und Sponsorengelder bislang für die gute Sache zusammen gekommen. Was überwiegt bei Ihnen, der Stolz auf das Erreichte oder die Motivation, weiter zu helfen?

Stefan Mageney: "Beides! Wie gesagt, der Erfolg motiviert - aber es gibt auch noch viel zu tun."

DS: Ist es heute leichter oder schwerer, Spendengelder von den Wuppertaler Unternehmen zu erhalten?

Stefan Mageney: "Ach, das will ich so gar nicht bewerten. Die Menschen und Unternehmen sind schon bereit, zu geben und zu helfen. Man muss sich allerdings mit Energie und Leidenschaft für seine Sache einsetzen, um die Unternehmer *innen und Pivatpersonen zu überzeugen."

DS: Wie muss man sich Arbeit des gemeinnützigen Vereins „WUPPERTAL HILFT!“ vorstellen?

Stefan Mageney: "Tja, primär geht es ja um die Organisation des Festivals, das heisst viele Gespräche führen und Abläufe klären. Meetings über Meetings. Ansonsten muss sich der Verein natürlich an die gesetzlichen Vorgaben halten. Das heißt Jahreshauptversammlungen veranstalten, Rechenschaftsberichte abgeben, Wahlen durchführen etc. - wie in jedem eingetragenen Verein in Deutschland auch."

DS: Sie haben von der Stadt den „Wuppertaler“ für Ihr Engagement erhalten. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Stefan Mageney: "Anerkennung und Motivation! Natürlich freue ich mich darüber, weiß aber auch, das diese Auszeichnung ALLEN Vereinsmitgliedern gebürt."

DS: Die Vereine und Organisationen, die die Hilfe Ihres Vereins gern in Anspruch nehmen würden, stehen doch sicher bei Ihnen Schlange. Welche Kriterien entscheiden dann?

Stefan Mageney: "In der Tat gibt es jedesmal einige Organisationen, die gerne bedacht werden möchten. Auch weil sie durch das Festival in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Neben der Seriösität der Organisation, dem jeweiligen Thema und den handelnden Personen, ist für uns eine gewisse logistische Unterstützung wichtig, denn wir brauchen an dem Veranstaltungsabend immer auch noch Unterstützung durch Helfer oder Netzwerke."

DS: Warum fiel diesmal die Wahl auf den Verein „Vohwinkeler Kinder-Tisch“?

Stefan Mageney: "Wir haben von der hervorragenden Arbeit gehört, die dort geleistet wird. Und wir haben uns selbst ein Bild gemacht. Das Erstgespräch verlief dann auch sehr harmonisch und es herschte direkt eine sehr positive Stimmung. Ausserdem ist es eine der wichtigsten Aufgaben einer Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass es den Kindern gut geht, denn sie sind unsere Zukunft."

DS: Was macht Sie optimistisch, dass die Wuppertaler „ein Herz für Kinder“ haben?

Stefan Mageney: "Die Wuppertaler sind viel besser als ihr Ruf und die meisten Menschen, die ich in dieser Stadt kennen gelernt habe, haben ihr Herz am rechten Fleck."

DS: Die Bewerbung-Phase für Bands, Klassik-Formatonen, Chöre, Einzelinterpreten, Tanzgruppen etc. läuft bereits. Ist schon ein echter Kracher darunter?

Stefan Mageney: "Ach, was heißt schon "Kracher" - die Rolling Stones haben noch nicht zugesagt. Aber all die Künstler, die sich gemeldet haben oder noch melden, um unser Festival zu unterstützen und zu bereichern, sind auf ihre Weise auch echte Kracher!!! Ich denke, wir werden wieder ein tolles, abwechlungsreiches Programm auf die Beine stellen."

DS: Welches war Ihr schönstes persönliches Erlebnis im Zusammenhang mit dem Festival „WUPPERTAL HILFT!“?

Stefan Mageney: "Jedesmal nach der Abrechnung dem Begünstigten die Spendensumme durch zu geben - die Reaktionen sind immer wieder überwältigend. Und die vielen tollen Menschen, die ich durch das Festival habe kennen lernen dürfen."

DS: Vielen Dank für das interessante, offene Gespräch

Das Interview führte Peter Pionke

 

 

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