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Premiere: Wuppertals erstes Bürgergutachten zum Thema Seilbahn

Thema des ersten Bürgergutachten Wuppertals ist das Seilbahn-Projekt. In den nächsten Tagen erhalten tausend Wuppertaler ein Anschreiben von Oberbürgermeister Andreas Mucke und werden dazu eingeladen, sich aktiv an der Diskussion im Zuge des Bürgergutachtens zu beteiligen.

Wuppertal, 01. August 2016. Es ist eine Premiere für Wuppertal. Das erstes Bürgergutachten startet jetzt mit dem Anschreiben von tausend Bürgerinnen und Bürgern, die in den nächsten Tagen Post von Oberbürgermeister Andreas Mucke erhalten. Ihre Daten wurden in einer repräsentativen Stichprobe nach dem Zufallsprinzip aus dem Melderegister gezogen.

Erstmals möchten Rat und Verwaltung die Bürger mit einem für Wuppertal neuen Verfahren einbinden. Thema des Bürgergutachtens: Das Seilbahnprojekt.

Ein Bürgergutachten ist ein moderierter Beteiligungsprozess, in dem alle Vor- und Nachteile eines Projektes von Bürgern bewertet und anschließend zu Empfehlungen für die politischen Entscheidungsträger zusammengefasst werden.

Diskussionen in Gruppen von 25 Wuppertalern

Vier Tage lang, vom 21. bis 24. September, bekommen die Teilnehmer – zwei Gruppen von je 25 Bürgern - für ihre Bewertung umfassende Informationen, um alle Aspekte des Projektes kennenzulernen. Dazu gehören Expertenvorträge zu Verkehrs-, Planungs- und Umweltfragen, aber natürlich auch die Argumente der Seilbahngegner. Im Anschluss diskutieren die Bürgerinnen und Bürger in kleinen Gruppen die Vorschläge. Die Ergebnisse des Verfahrens werden in einem Bürgergutachten zusammengefasst und dem Stadtrat vorgelegt.

„Ich möchte die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger herzlich ermuntern, ihre Meinung in den Beteiligungsprozess einbringen und damit den Rat der Stadt bei seiner Entscheidung zu unterstützen, ob das Seilbahn-Projekt weiter verfolgt werden soll“, erklärte Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Sie sind Pioniere in diesem Prozess und können ein Beispiel geben für den Umgang mit künftigen bedeutenden Fragen der Stadtentwicklung.“

Mit großer Spannung schaut auch Beteiligungsdezernent Panagiotis Paschalis auf die Premiere für Wuppertal: „Bürgergutachten sind ein wichtiges Element der Beteiligung. Ich freue mich sehr auf engagierte, lebhafte Diskussionen. Die Bürger, die jetzt mitmachen, setzen einen Meilenstein in der Geschichte der Wuppertaler Bürgerbeteiligung.“

"Die Menschen übernehmen in einer wichtigen Frage Verantwortung."

Die große Zahl von tausend angeschriebenen Wuppertalern aus der Stichprobe für lediglich fünfzig Plätze in den beiden Arbeitsgruppen basiert auf der Erfahrung des Nexus-Instituts aus Berlin, das mit der Begleitung des Projekts vertraut wurde. „Sich ehrenamtlich Zeit zu nehmen für vier konzentrierte Arbeitstage am Stück verlangt schon erhebliches Engagement. Das kann und will nicht jeder leisten“, betont Paschalis. „Die Menschen übernehmen in einer wichtigen Frage Verantwortung, müssen offen sein für die unterschiedlichen Argumente und fachlichen Fragen und Freude an der Diskussion mitbringen. Wir sind aber auch aufgrund der Popularität des Seilbahn-Projektes optimistisch, dass wir motivierte Arbeitsgruppen haben werden.“

Als Dank für die Teilnahme gibt es eine Aufwandsentschädigung. Auch Betreuungskosten für kleine Kinder werden übernommen. Der Einsatz als Bürgergutachter wird außerdem als Bildungsurlaub anerkannt, so dass dafür keine Urlaubstage genommen werden müssen. Die Plätze in den Arbeitsgruppen werden nach der Reihenfolge der Rückmeldungen vergeben. Wenn mehr als fünfzig Wuppertaler mitmachen möchten, wird eine Erweiterung des Prozesses geprüft.

Ansprechpartner für Fragen ist Dr. Marcel Solar, Stabsstelle Bürgerbeteiligung, Tel: 563-67 30.

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
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