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Bürgergutachten spricht sich klar für die Seilbahn aus

Mit 37 zu 10 Stimmen plädierten die Ehrenamtlichen dafür, das Vorhaben weiter zu verfolgen. Gleichzeitig formulierten sie allerdings zahlreiche Fragen und Anregungen zur weiteren Prüfung des Seilbahnprojektes.

Wuppertal, 27. September 2016. Am Samstagnachmittag waren alle erschöpft, aber auch stolz auf ihren Einsatz: 47 zufällig ausgewählte Frauen und Männer aller Altersstufen und Herkünfte hatten sich vier prall gefüllte Tage lang, vom 21. bis zum 24. September, als Bürgergutachter mit dem heiß diskutierten Seilbahnprojekt für die Stadt Wuppertal auseinandergesetzt und in einer gemeinsamen Abschlussrunde ein klares Votum abgegeben: Mit 37 zu 10 Stimmen plädierten die Ehrenamtlichen dafür, das Vorhaben weiter zu verfolgen.

Gleichzeitig formulierten sie allerdings zahlreiche Fragen und Anregungen zur weiteren Prüfung des Seilbahnprojektes. Das differenzierte Votum der Teilnehmer wird in den nächsten Wochen vom begleitenden Büro Nexus aus Berlin zusammengefasst, mit den Bürgern noch einmal umfassend abgestimmt und dann ausformuliert Anfang November an den Oberbürgermeister und Vertreter des Rates überreicht.

Dem Bürgervotum vorausgegangen war ein Marathon aus Vorträgen, Ortsbesichtigungen, Gutachter-Präsentationen, Diskussionen und Gesprächen mit Befürwortern und Gegnern des Projektes. Angefangen von technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen über mögliche Trassenverläufe, Umweltaspekte, Lärmbelastungen und Auswirkungen auf das Busnetz bis hin zur Betroffenheit der Anwohner machten sich die Bürger in zwei parallelen Arbeitsgruppen intensiv mit allen Seilbahn-Aspekten vertraut.

„Sie sind jetzt die besten Experten zu diesem Thema“, betonte Panagiotis Paschalis, Dezernent für Bürgerbeteiligung, mit einem herzlichen Dankeschön bei der Verabschiedung. Mit ihrer Expertise hätten die Bürger eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung des Rates im Dezember gelegt. In der letzten Sitzung des Jahres sollen die Stadtverordneten über die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für eine Seilbahn, also über den Einstieg in die konkrete Projektplanung und –prüfung entscheiden. Neben dem Bürgergutachten werden dem Rat dafür zwei weitere Entscheidungsgrundlagen vorgelegt: eine von den Stadtwerken beauftragte sogenannte „Standardisierte Bewertung“ unter technischen und volkswirtschaftlichen Kriterien und ein von der Verwaltung beauftragtes juristisches Gutachten, das die rechtlichen Aspekte eines Seilbahnbaus beleuchten soll.

„Ich möchte mich bei den Bürgern für ihre engagierte Mitarbeit ebenfalls ganz herzlich bedanken“, erklärte Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Sie sind Pioniere in diesem Prozess. Mit ihrer Einsatzbereitschaft und ihrem Sachverstand geben sie uns ein Vorbild für den Umgang mit künftigen wichtigen Themen der Stadtentwicklung. Ich freue mich über das Ergebnis. Es ist für uns aber auch Verpflichtung: Wir werden alle Fragen und Anregungen der ehrenamtlichen Gutachter mit großer Sorgfalt aufarbeiten.“

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