Critical Mass Wuppertal Critical Mass Wuppertal

52. Critical Mass Wuppertal mit über 500 Teilnehmern

Am Freitag fand die 52. "Critical Mass" in Wuppertal statt. Aus Kreisen der Teilnehmenden ließ sich vernehmen, dass sich bis zu 570 Fahrradfahrer um 19:00 Uhr vor dem Cinemaxx trafen, um anschließend in einem geschlossenen Verbund zahlreiche Kilometer auf dem Rad zurück zu legen.

Die Heerscharen von Fahrradfahrern, die an jedem ersten Freitag eines Monats durchs Tal ziehen, dürften mittlerweile schon so manchem Wuppertaler aufgefallen sein. Und das nicht unbedingt zur Freude eines jeden Autofahrers. Denn laut § 27 der STVO gelten mehr als 15 Rad Fahrende als geschlossener Verbund. Das heißt, dass die vordersten Fahrer des Verbundes als Spitze gelten. Fährt diese Spitze über eine grüne Ampel, darf der gesamte Verbund folgen, auch bei einer auf rot umschaltenden Ampel - was bei über 500 Radfahrern und einem gefühlt hunderte Meter langen Verbund durchaus einige Minuten in Anspruch nimmt und zu erheblichen Verzögerungen im Straßenverkehr führt.

Diesmal erreichte die Critical Mass Wuppertal mit 570 Teilnehmern die höchste Teilnehmerzahl seit ihrer Entstehung (zum Vergleich: die Jungfernfahrt fand am 12.05.2012 mit gerade einmal 24 Radfahrern statt). Klingelnd und mit zum Teil aufs Rad montierten Boxen und Verstärkern, fuhr die Critical Mass einige Runden über die B7 von Barmen bis Sonnborn, bis sie sich etwa zwischen 22 Uhr und 22:30 Uhr auflöste.

Trotz aller Ausgelassenheit der Teilnehmer und dem Großteil der Zuschauer, wird mittlerweile aber auch Kritik an der Critical Mass laut: Es gebe gefährliche Überholmanöver auf der Gegenfahrbahn und gröhlende und betrunkene Teilnehmer. Zudem käme es zu Blendungen und Irritationen des Gegenverkehrs, durch zum Teil blinkende oder falsch ausgerichtete Scheinwerfer einiger Radfahrer.

Selbst erklärtes Ziel der Critical Mass ist es aber nicht die Autofahrer zu verärgern, geschweige denn zu gefährden, sondern gemeinsam Rad zu fahren - und somit ganz nebenbei auf die in Wuppertal prekäre Situation für Radfahrer hinzuweisen. Dadurch sollen sämtliche Verkehrsteilnehmer und letztlich auch die Politik dafür sensibilisiert werden, dass Straßen als öffentlicher Raum gelten und der Ausbau von Radwegen, bei einer steigenden Zahl von Radfahrern, notwendig ist.

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