Die Filmemacher Michael Lang und Matthias Grunewald (v.l.) Die Filmemacher Michael Lang und Matthias Grunewald (v.l.) Foto: Björn Henke

'Diese furchtbare Straße' mit Musik von Charles Petersohn

Millionen Menschen, eine Straße und ein etwas anderer Heimatfilm! „Diese furchtbare Straße - Teil 2 . Der Verkehr ist immer“ untermalt von der Musik des Tal-Musikers Charles Petersohn feiert am 15.12. Wuppertal Premiere.

Wuppertal, 15.11.2018 - Rund ein Jahr waren die Filmemacher Matthias Grünewald und Michael Lang mit Kamera und Mikrofon zwischen Dortmund Hauptfriedhof und Duisburg Kaiserberg unterwegs. In etwa die Hälfte der Zeit entstand ein sehr atmosphärischer Soundtrack des bekannten Wuppertaler Musikers Charles Petersohn.

Entstanden ist ihr zweiter poetischer Dokumentarfilm über die Lebensader des Ruhrgebiets. Am 15. Dezember hat ihr Kurzfilm „Diese furchtbare Straße - Teil 2 . Der Verkehr ist immer“ um 20 Uhr im LOCH (Ecke Ekkehardstrasse/Plateniusstrasse) Premiere.

Der Kabarettist Frank Goosen sagt im Film: „Was bringt die Menschen wirklich zusammen. Das ist eben Asphalt. Zum Beispiel der Asphalt des Ruhrschnellwegs. Und wie der das zentrale Ruhrgebiet miteinander verbindet, das macht ihn dann doch schon zum Stück Heimat.“

Mehr als 100.000 Autos donnern täglich über diesen Asphalt. Trotzdem haben die Menschen im Ruhrgebiet eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Straße. Ein Anwohner direkt hinter der Lärmschutzwand sagt: „Es ist einfach ein schönes Lebensgefühl hier zu sein.“

Die Strecke von Duisburg, über Mülheim an der Ruhr, Essen, Wattenscheid, Bochum bis Dortmund lässt kaum jemanden gleichgültig. Fußballreporter Manfred Breuckmann sagt über den Ruhrschnellweg: „Er gehört irgendwie dazu, wie ein Verwandter, den man sich nicht aussuchen kann. Der ist einfach da und man muss mit ihm fertig werden. Er ist aber gelegentlich ein wirklicher Kotzbrocken.“

Die Filmemacher haben in den vergangenen Monaten unabhängig voneinander stimmungsvolle Bilder von der B1 und leidenschaftliche Kommentare von Anwohnern, Arbeitern, Pendlern der Stadtautobahn gesammelt. Sie besuchten dabei auch die Drehorte ihres ersten Kinofilms über den Ruhrschnellweg.

1996 hatten Matthias Grünewald und Michael Lang den Film „Diese furchtbare Straße“ Teil 1 gedreht, der sich zu einem kulturellen Dauerbrenner in Kinos, Medien und Museen entwickelte. Der Film war unter anderem 2010 Exponat der Ausstellung „Urbanität gestalten. Stadtbaukultur in Essen und im Ruhrgebiet“ im Folkwang Museum. Die Filmbewertungsstelle zeichnete den Film mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ aus.

Damals drehten sie in schwarz-weiß auf Zelluloid. Ihren neuen Film produzierten sie mit der neuesten digitalen Technik und in Farbe. Im Schnittraum verwoben sie Bilder, Interviews und Töne erneut zu einem halbstündigen Dokumentarfilm. Kinobesucher können „ihre“ Straße im Breitbildformat sehen. Die Film- und Medienstiftung NRW sowie der Regionalverband Ruhr fördern das Filmprojekt. Der Autohersteller LADA stellte für die Dreharbeiten zwei Neuwagen zur Verfügung.

Premiereninfo:

Wuppertal-Premiere "Diese furchtbare Straße - Teil 2" und Wiederaufführung Teil 1 mit anschl. Aftershowfeier:
Samstag (15.12.) um 20 Uhr im LOCH, Ecke Ekkehardstrasse/Plateniusstrasse,
Eintritt 8,- € / 5,- € ermäßigt (VVk-Tickets unter www.wuppertal-live.de).
Mit dabei: Bar DJs / Jolle, Charles Petersohn und Daniel Schmitt .

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
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