Erwig-Drüppel auf dem Weg zum 1:0 Erwig-Drüppel auf dem Weg zum 1:0 Foto: Jochen Classen

WSV: Fan-Proteste trüben 2:0-Sieg gegen RWO

Zweiter Sieg in Folge! Nach einer Krise und einem Trainerwechsel scheint der WSV jetzt auf dem richtigen Weg zu sein! Gegen den Erzrivalen Rot-Weiß Oberhausen gelang ein 2:0 (2:0)-Erfolg.

Wuppertal, 01.10.2018 - Es war ein komisches Spiel in der ersten Hälfte. Obwohl zwei Tore fielen, kam keine rechte Stimmung auf. Denn die mitgereisten Oberhausener-Fans sowie der harte Kern der Wuppertaler Kurve verzichteten auf Anfeuerungsrufe. Beide Fanlager protestierten damit gegen Spielverlegung des West-Schlagers zwischen dem WSV und RWO auf den Montagabend (01.10.). Support-Boykott heisst das heute neudeutsch.

Das Spiel war auf Wunsch des TV-Senders "Sport 1", der das Match live übertrug, auf Montag verlegt worden.

Ein Spruchband mit dem Schriftzug „Programmstörung“ wurde hochgehalten. Vermummte sogenannte Fußball-Fans stürmten auf beiden Seiten bis in die erste Reihe der Tribüne und warfen Gegenstände aufs Feld. „Scheiß Sport1“ sangen viele Fans lautlautstark und WSV-Anhänger enthüllten Spruchbänder wie „Spielverlegungen durch einen TV-Sender. Das ist eine Geschichte, die wir so als Fans nicht tolerieren können!“ und „Fußball findet im Stadion statt!“

WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler verurteite im Live-Interview auf "Sport1"die Vorkommnisse: "Das ist einfach eine andere Religion, die manche Fangruppierungen haben. Wenn man eine halbe Stunde lang mehr Spaß daran hat, gegen irgendwelche Dinge zu protestieren, als daran, seine Mannschaft zu unterstützen, sind wir ratlos in der ganzen Nummer."

Und so kam es zum 2:0 (2:0)-Erfolg auf dem Spielfeld: In der 19. Minute erzielte Erwig-Drüppel das 1:0 für die Gastgeber. Torjäger Christoper Kramer sorgte in der 30. Minute mit seinem 2:0 bereits für die Vorentscheidung. Der Tabellendritte aus Oberhausen konnte sich so gut wie gar nicht in Szene setzen. Für Aufsehen sorgte nur der in der 71. Minute eingewechselte Ex-Wuppertaler Raphael Steinmetz, der in der 89. Minute nach einem Frustfoul die Rote Karte kassierte.

Mit 15 Punkten belegt der WSV nach dem 11. Spieltag den 10. Tabellenplatz und hat damit den Anschluß ans Regionalliga-Mittelfeld geschafft. Die Handschrift von Trainer Adrian Alipour wird langsam erkennbar. Am Samstag (06.10.) um 14 Uhr tritt der WSV beim SC Wiedenbrück an.

 

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