Die Seilbahn schwebt über Wuppertal - noch eine Fotomontage... Die Seilbahn schwebt über Wuppertal - noch eine Fotomontage... Foto: Skyglide Event Deutschland GmbH, Fotomontage/Dirk Sengotta (Fotomontage)

Wie teuer wird die Seilbahn?

Die Seilbahn schwebt nach wie vor über Wuppertal. Es gibt Fürsprecher, es gibt Gegner. Nach einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der Wuppertaler Rundschau vom Januar 2017 waren 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gegen eine geplante Seilbahn vom Wuppertaler Hauptbahnhof hoch auf die Südhöhen.

Aus unserer Februar-Print-Ausgabe - Wuppertal 09.02.2017 - Gerade die vermeintlichen Kosten stehen im Fokus der Diskussion. Der bisher geschätzte Investitionsaufwand laut der Machbarkeitsstudie der WSW lag bei rund 51 Millionen Euro. Nun korrigierte Wuppertals Stadtkämmerer Dr. Johannes Slawig die Zahl noch oben – neuer Kostenaufwand: 80 Millionen Euro. Inoffiziell wird sogar über eine Summe von 100 Millionen Euro für den Bau der Wuppertaler Seilbahn getuschelt.

Das im September durchgeführte Bürgergutachten ließ verlauten: “Es muss eine realistische Baukostenaufstellung erstellt werden, die auch notwendige Infrastrukturmaßnahmen und die vollständigen Baukosten für die Stationen umfasst.” Genau diese realistische Baukostenaufstellung scheint es noch nicht zu geben.

Die Frage steht im Raum, inwieweit der Bau der Tal- und Bergstation und möglicher Parkplätze und Parkhäuser für Seilbahnpendler mit einberechnet wurde. Auch für das Wohngebiet Cläre-Blaeser-Straße, in dem viele junge Familien vor kurzem neue Häuser bezogen haben, müsse es Überlegungen geben, ob die Anwohner möglicherweise finanziell für den Wertverlust ihres Grundstücks zu entschädigen seien. Das alles treibt die Kosten für das Seilbahnprojekt natürlich nach oben.

Die für die Ratssitzung am 20. Februar geplante Seilbahn-Abstimmung wurde aufgrund fehlender Zahlen mittlerweile auf Mai 2017 verschoben. "Wichtig ist, dass wir eine so verlässliche Zahl wie möglich bekommen, ehe wir weiter über die Seilbahn diskutieren. Gründlichkeit geht vor Geschwindigkeit", erklärt Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Text: Hannah Florian

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