Verweisen wir stolz auf Pionierleistungen der Urgroßväter Grafik: Sengotta/Bergenthal

Verweisen wir stolz auf Pionierleistungen der Urgroßväter

Wuppertal Botschafter und Seilbefürworter Vok Dams - Autor der STADTZEITUNGS-Kolumne "Denkanstösse aus dem ATELIERHAUS" - nimmt Stellung zur Bürgebefragung und dem damit verbundenen Aus für die Seilbahn. 

Wuppertal, 27.05.2019 - Seilbahn, ade! Eigentlich ist das Thema der Wuppertaler Seilbahn typisch für unsere Politiker. Die gewählten Vertreter drücken sich vor einer Entscheidung, um nicht in die Verantwortung für strategisch wichtige aber unpopuläre Maßnahmen zu kommen.

Da wundert man sich, dass es (auch in Wuppertal) überhaupt manchmal vorwärts geht. Wenn wir den „Neuen Döppersberg“ mit dem Berliner Flughafen BER vergleichen, sind wir sogar richtig gut.

Aber das Thema Seilbahn ist mit diesem Abstimmungs-Ergebnis durch. Es macht wenig Sinn, im Nachhinein frühere Argumente zu wiederholen. Eine weitere Chance Wuppertals ist vertan, sich als zukunftsfähige, dynamische Stadt zu präsentieren.

Aber außerhalb Wuppertals interessier das kaum jemanden. Hängen wir uns also nicht an der Seilbahn auf.

Warten wir im Rahmen unseres Engelsjahres darauf, ob uns die Chinesen vielleicht eine weitere Statue von Friedrich Engels, dem „großen Sohn unserer Stadt“, schenken oder ob sie gar mit der „Neuen Seidenstraße“ vorbeikommen um unsere (?) Zukunft zu sichern.

Verweisen wir weiter stolz auf Pionierleistungen unserer Urgroßväter, die 1897das Aspirin erfanden oder vor fast 120 Jahren bereits eine Schwebebahn bauten.

Verweisen wir weiter auf unsere Vor-Städte Düsseldorf und Köln, die das Image unseres Standortes auffrischen und erinnern daran, dass Düsseldorf vor 25 Jahren den Bau des Rheinufer-Tunnels unter ähnlichen Bedingungen diskutiert, aber auch umgesetzt hat.

"Nur Mut, Wuppertal!", hat Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel uns Wuppertalerinnen und Wuppertalern zugerufen und ein JA zur Seilbahn empfohlen.

Es hat nichts genutzt. Mit dem Mut ist es in Wuppertal nicht so weit her und wagen möchte schon kaum jemand etwas.

Schon gar nicht, wenn es um den Bau einer neuen „Schwebebahn“ geht. Da stehen schon andere Städte in den Startlöchern und möchten uns zeigen, wie das geht. Warten wir´s ab.

Erinnern Sie sich? „Keiner wie wir“ war das Motto, auf das sich die Wuppertaler seinerzeit geeinigt hatten. Wundert Sie da noch das NEIN zur Abstimmung über die Seilbahn?

Ich frage mich nur, ob Stillstand die Zukunft ist, über die derzeit so viel geredet wird.

Vok Dams.

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ohne Seil- und Schwebebahn.

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