Mirja & Carsten Dahlmann, Impressionen von ihrer Nordland-Tour Mirja & Carsten Dahlmann, Impressionen von ihrer Nordland-Tour Foto: Dahlmann

Nordland-Tour: Die Dahlmanns unterwegs von Alta nach Göteborg

Mirja Dahlmann, umtriebige Redakteurin der STADTZEITUNG, ist derzeit mit Ehemann Carsten Ace auf großer Tour durch den hohen Norden: Lesen Sie hier Teil 4 der spannenden Reise-Reportage: "Von Alta bis nach Göteborg".

Wuppertal, 08.09.2016 - Nachdem wir in Lappland mehr über die Samen und auch über das Rentier an sich erfahren haben, setzen wir unseren Weg fort. Wir fahren weiter durch den Norden von Norwegen und staunen über die abwechslungsreiche, aber immer recht felsige Umgebung. Immer wieder müssen wir bremsen, da kleine Herden von Rentieren auf der Straße stehen. Auch entdecken wir häufig Souveniershops am Wegesrand, die Messer, Felle und lokale Spezialitäten feilbieten. Auf unserem Weg zu der Nordkap-Insel Magerøya machen wir immer wieder Halt bei interessanten Sehenswürdigkeiten, wie dem Freilichtmuseum Alta, wo Steinritzungen aus der Stein- und Bronzezeit in der malerischen Umgebung des Alta-Fjords zu sehen sind.

Nach einer mehrstündigen Fahrt erreichen wir den rund sieben Kilometer langen Nordkap-Tunnel. Dieser führt unter dem Atlantischen Ozean hindurch. Angekommen, staunen wir über das raue Klima des Ortes und entscheiden uns dafür, die Nacht in einer warmen Hütte auf dem Nordkapp Campingplatz zu verbringen. Der nördlichste Punkt Europas lockt viele Menschen an, die die Herausforderung suchen. Wir treffen zwei Deutsche und sogar einen Spanier, die nicht mit dem Auto oder dem Wohnmobil, sondern mit dem Fahrrad gekommen sind. Unser Campingplatz, der einen ausgezeichneten Ausblick auf die Bergwelt und umherziehenden Rentierherden bietet, liegt rund 40 Minuten vom Nordkap entfernt. Da die Saison Ende August schon fast vorüber ist, mutet die vor dem Plateau erbaute Halle nahezu ausgestorben an und wir haben das Gefühl, uns am Ende der Welt zu befinden. Draußen vor dem Globus trotzen wir dem kalten Sturm und blicken auf den Atlantik.

Nach dieser eher frostigen Erfahrung auf der wunderschönen, aber kargen Insel reisen wir weiter. Wir nutzen die Gelegenheit, in Hammerfest, der nördlichsten Stadt Europas, dem elitären Isbjörn-Club beizutreten. Das ist eine Aufgabe, an der Elvis Presley einst scheiterte, da man persönlich in den Räumen des Clubs erscheinen muss. Auch in dieser Stadt weht ein eisiger Wind und wir reisen weiter nach Tromsø, wo wir das Polarmuseum besuchen wollen. Unsere Reise nach Süden führt uns an vielen weiteren Städten Norwegens vorbei, so zum Beispiel an Trondheim, wo wir die Insel Munkholmen und den gotischen und überaus prächtigen Dom besuchen.

Nach einer 15 Stunden langen Autofahrt, die uns unter anderem durch die schneebedeckten Berge des Nationalparks Jotunheimen führt, erreichen wir Bergen. Hier befindet sich der berühmte Fischmarkt, auf dem Touristen zum Beispiel Königskrabbe, Austern oder sogar Wal probieren können. Auch die Strecke zwischen Bergen und Oslo bleibt spannend. Wir begegnen einer kleinen Herde Ziegen auf der Straße und erreichen die Hauptstadt Norwegens nach rund zehn Stunden Fahrt. Als wir am nächsten Tag die Stadt erkunden, besuchen wir die Festung bei strahlendem Sonnenschein.

Am Hafen schlendern wir über ein Street-Food-Festival und kosten erneut die Spezialitäten der Region. Und natürlich statten wir dem Königspalast einen Besuch ab. Nach einem Zwischenstopp bei einer Freundin im schwedischen Lidköping erreichen wir Göteborg, die letzte Station unserer Reise. Hier sind unsere Highlights das Universeum, ein Aquarium, in dem wir durch vier Etagen Regenwald streifen können sowie das Haga- und das Wasa-Viertel. Danach geht es wieder Richtung Wuppertal. Aber wir kommen bestimmt wieder...

Hofaue 75 | 42103 Wuppertal
| 0202 75 89 03-30
| Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!