Carsten Ace Dahlmann in Uppsala Carsten Ace Dahlmann in Uppsala Foto: Mirja Dahlmann

Mirja & Carsten Dahlmann: Auf nach Norden - Uppsala bis zum Polarkreis

Stadtzeitungs-Reporterin Mirja Dahlmann und ihr Ehemann Carsten Ace bereisen die hohen Norden und lasse Sie, liebe Lesen, an ihren Eindrücken und Abenteuern teilhaben. Lesen hier Folge 3: Von Uppsala bis zum Polarkreis.

Wuppertal, 29.08.2016 - Nachdem wir die Hauptstadt Stockholm hinter uns gelassen haben, führt uns unser Weg die Ostküste hinauf. Das erste Ziel ist Uppsala. Nahe der berühmten Universität, eine der ältesten der Welt, entdecken Touristen den 118,7 Meter hohen Dom und das Schloss zu Uppsala. Dieses beherbergt ein Kunst-Museum. Der ganze Stolz der Universität ist die Silberbibel, der Codex Argenteus aus dem vierten Jahrhundert, die einzig erhaltene Quelle der gotischen Sprache.

Im Stadtteil Norra Staden befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit. Dort können Touristen drei große Grabhügel betrachten, die zwischen den Jahren 475 und 550 erbaut wurden. Der Chronist Adam von Bremen berichtete im Jahre 1070, dass sich dort, wo nahe der Hügel heute die Kirche steht, die einstige heidnische Kultstätte befand. Wer weiterführende Informationen sucht, findet in Gamla Uppsala auch ein Museum. Wir aber reisen weiter.

Während wir an der malerischen Küste des Bottnischen Meerbusens entlang fahren, rasten wir immer wieder in schönen Orten. Besonders gefällt uns die Region der Hohen Küste, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Das rund 142.500 Hektar große Gebiet beeindruckt durch eine 286 Meter hohe Küstenlinie, die jedes Jahr um weitere acht Millimeter in die Höhe steigt.

Nach einer Fahrt über die Högakustenbrücke, die mit 1867 Metern Länge zu den längsten Hängebrücken Schwedens zählt, genießen wir auf einem Rastplatz die Aussicht über den Fluss Angermanälven und das imposante Bauwerk. Bei Luleå finden wir die alte Kirchstadt, die seit 1996 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Sie ist mit rund 408 kleinen Häusern ein anschauliches Beispiel für eine nordskandinavische Kirchstadt. Da seit dem 16. Jahrhundert eine Pflicht zum Besuch des Gottesdienstes bestand, baute man eine kleine Stadt um das Gotteshaus herum, in die die Menschen von überall her strömten und sie nur während der Kirchtage bewohnten.

Wir entfernen uns schließlich von der Küste und fahren nach Nordwesten, um bei Jokkmokk den nördlichen Polarkreis zu überschreiten. Die Stadt ist als Zentrum der Kultur der Samen, der indigenen Minderheit im Norden Skandinaviens, bekannt. Das Ájtte-Museum informiert über die Geschichte, Kultur und Lebensweise dieses Volkes. Wir besuchen auch den Fjällbotanischen Garten, der die Pflanzenwelt der Tundra im Kleinen darstellt. Ideal ist es, den Ort im Juni oder Juli zu besuchen, da dann alles blüht.

Unser nächstes Ziel ist Jukkasjärvi bei Kiruna. Dort wird zwischen Oktober und November das bekannte Eis-Hotel erbaut. Wir besuchen das Sami-Camp des Ortes, wo wir das erste Mal auf unserer Reise Rentiere sehen. Im Café Sapmi haben die Besucher Gelegenheit, lokale Spezialitäten zu probieren, zum Beispiel Rentier mit Preißelbeeren. Nach einem köstlichem Mahl setzen wir unsere Fahrt gen Nordkapp fort. Doch davon später mehr.

Text: Mirja & Carsten Ace Dahlmann

 

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