Dr. Bernd Huppertsberg (re.) präsentiert die Skulptur „Momentum“. Das Architekturmodell des Döppersbergs stammt von Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal und wurde im Rahmen der Ausstellung „INNENstadt – öffentliche Räume in der Elberfelder Innenstadt“ präsentiert.    Dr. Bernd Huppertsberg (re.) präsentiert die Skulptur „Momentum“. Das Architekturmodell des Döppersbergs stammt von Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal und wurde im Rahmen der Ausstellung „INNENstadt – öffentliche Räume in der Elberfelder Innenstadt“ präsentiert. Foto: Marion Lisken-Pruss

Skulptur für den Döppersberg

Die Skulptur „Momentum“ der Wuppertaler Bildhauerin Beate Schroedl-Baurmeister soll auf den Döppersberg. Das wurde bei einem Rundgang durch die Ausstellung „Innenstadt“ vorgeschlagen. Die Skulptur symbolisiert Einheit und Vielfalt der sechs Stadtteile. Engagierte Bürger wollen sie der Stadt schenken.

Wuppertal, 12. Juli 2017: Die Überraschung kam zum Schluss: Die offiziellen Reden anlässlich der Ausstellungseröffnung „Innenstadt - öffentliche Räume in der Elberfelder Innenstadt“ im Sparkassenforum waren bereits gehalten, als Dr. Bernd Huppertsberg seine Vision eines neuen Döppersbergs vorstellte. Konkret ging es um die Anforderungen, die eine Skulptur auf dem neuen Platz vor dem Bahnhof erfüllen sollte: „Sie soll ein Geschenk der Bürger an die Stadt sein und sich unmittelbar mit Wuppertal auseinandersetzen“, erläuterte Huppertsberg, der aus der gleichnamigen Textilunternehmerfamilie stammt. Diese Voraussetzungen sieht er in der Skulptur „Momentum“ der Wuppertaler Bildhauerin Beate Schroedl-Baurmeister erfüllt. Sie ist somit als erste Künstlerin für den neu gestalteten Döppersberg im Gespräch. Der Döppersberg ist das herausragende Stadtentwicklungsprojekt Wuppertals und verbindet den Bahnhof mit der Innenstadt.

Damit die Ausstellungsbesucher eine Idee bekamen, wie die Skulptur auf dem Platz wirkt, fügte er eine maßstabgetreue Skulptur in ein Architekturmodell ein, das Studierende der Bergischen Universität für die Ausstellung angefertigt hatten. Die Edelstahl-Skulptur „Momentum“ besteht aus sechs sich öffnenden Bogen, die jeweils für einen Stadtteil stehen und darauf anspielen, dass Wuppertal 1929 aus einer Ansammlung von sechs Kleinstädten gegründet wurde. „Die sechs Bogen symbolisieren gleichermaßen Einheit und Vielfalt der sechs Stadtteile. Man kann sich vorstellen, wie sie – Regenbogen gleich - in den sechs Stadtteilen enden werden. So strahlt die Skulptur vom Döppersberg Optimismus aus und eine Botschaft von Kraft und Revitalisierung“, erläuterte Huppertsberg. Wird sie realisiert, werden ihre Halme 15 Meter in die Höhe ragen. Wie die Skulptur finanziert werden soll, machte Huppertsberg ebenfalls deutlich: Durch Bürger, die für die Realisierung der Skulptur spenden können. Den Fokus legte er dabei auf die Auswirkung dieses bürgerlichen Engagements: „Es bindet die Einwohner an Wuppertal, macht sie stolz auf ihre Stadt und beugt einem Gefühl der Gleichgültigkeit vor“, betonte er. Zumal sich Bürger schon immer für und in Wuppertal engagiert hätten. Der Grund: Wuppertal sei weder eine Residenzstadt, noch ein Bischofssitz gewesen und deshalb von ihren Einwohnern zur Blüte geführt worden. Dass die Skulptur ein Geschenk der Bürger an ihre Stadt sei, mache ihre Besonderheit aus. Beate Schroedl-Baurmeister ist nicht nur bekannt für ihre abstrakten, überlebensgroßen Edelstahlskulpturen, sondern auch für die Skulptur „Schwung“, die jährlich den Preisträgern des Wuppertaler Wirtschaftspreises überreicht wird. Ihr Atelier liegt in der Hofaue in der Elberfelder Innenstadt. Kunst spielt auch in ihrem Zuhause im Briller Viertel eine große Rolle: Sie wohnt im Erdgeschoss der ehemaligen Galerie Parnass, wo mit Gerhard Richter, Sigmar Polke und Nam Jun Paik früher die Fluxus-Künstler ein- und ausgingen. Aufgewachsen in Bamberg, studierte sie Bildhauerei in Stuttgart und Berlin. Beate Schroedl-Baurmeister stellt im In- und Ausland aus, und ihre Arbeiten sind in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten.

H i n t e r g r u n d i n f o r m a t i o n e n

Beate Schroedl-Baurmeister, Bildhauerin

Die Bildhauerin Beate Schroedl-Baurmeister lebt seit 1988 in ihrer Wahlheimat Wuppertal, in der sie tief verwurzelt ist. Kunst spielt auch in ihrem Zuhause im Briller Viertel eine große Rolle: Sie wohnt im Erdgeschoss der ehemaligen Galerie Parnass, wo mit Gerhard Richter, Sigmar Polke und Nam Jun Paik früher die Fluxus-Künstler ein- und ausgingen. Und dort, wo einst Joseph Beuys auf Filzrollen saß und Bazon Brock Kopfstand machte, stehen heute ihre Skulpturen. Aufgewachsen in Bamberg, studierte sie Bildhauerei in Stuttgart und Berlin. Beate Schroedl-Baurmeister stellt im In- und Ausland aus, darunter auch in Wuppertal. Ihre Arbeiten sind in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten. Auf der Biennale für Zeitgenössische Kunst in Florenz 2003 erhielt sie den Skulpturenpreis „Lorenzo il Magnifico“.

Dr. Bernd Huppertsberg

Der Unternehmensberater stammt aus der alten Textilunternehmerfamilie Huppertsberg, die sich immer schon für die Belange der Stadt stark gemacht hat.

Skulptur „Momentum“

„Momentum“ lautet der Titel der Skulptur, was so viel wie Aufbruch, Impuls und Bewegung bedeutet: Sie zeigt sechs abstrakte, überlebensgroße Bogen, die in unterschiedliche Richtungen weisen. Unterlegt ist die Skulptur mit einer Geschichte: Sie erinnert an die Halme eines Bambus‘, die sich nach einem Sturm wieder aufrichten. Dabei setzt die Bildhauerin die Halme mit der Gesellschaft gleich und mit Menschen, die nach einer Enttäuschung wieder aufstehen und weitermachen. In einer zweiten Sinnschicht stehen die sechs Halme für die sechs Ortsteile Wuppertals und signalisieren den Schwung, der von der ehemaligen Textilmetropole ausgeht, wobei man sich vorstellen könnte, dass jeder Halm in einem der sechs Stadtteile endet.

Die Skulptur wird 15 Meter hoch. Die Kosten belaufen sich auf maximal 300.000 Euro. Bürger, Firmen und Vereine können für die Skulptur spenden. Ab einem Betrag von 1.000 Euro erhält der Spender ein Miniaturmodell der Skulptur. Es werden Spendenquittungen ausgestellt, die von der Steuer absetzbar sind.

Das Architekturmodell des Döppersbergs stammt von Studierenden der Bergischen Univer-sität Wuppertal und wurde im Rahmen der Ausstellung „INNENstadt – öffentliche Räume in der Elberfelder Innenstadt“ präsentiert.

 

 

 

 

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