Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal von Sparda-Musiknetzwerk prämiert © Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West | Foto: Falco Peters

Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal von Sparda-Musiknetzwerk prämiert

Das Sparda-Musiknetzwerk zeichnet zum 12. Mal beispielhafte Musikprojekte aus. Das Flüchtlingsprojekt der Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal e.V. (makoge) ist mit einer Auszeichnung der Stiftung prämiert worden.


Wuppertal 14. Oktober 2016. Das Sparda-Musiknetzwerk fördert Projekte, die der Zukunftsorientierung musikalischer Bildungsarbeit dienen und einen modellhaften Charakter haben. Einmal jährlich werden bis zu vier Projekte mit der Sparda-Musiknetzwerk Auszeichnung prämiert. Sie stehen für ein beispielhaftes Engagement in den formulierten Themenfeldern „Willkommenskultur leben / Nachwuchs finden / Demographischen Wandel gestalten / Kulturelles Erbe pflegen“.

Alle Auszeichnungen wurden am 1. Oktober 2016 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Partika-Saal der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf verliehen. In ihrem Grußwort zu Beginn lobte Ursula Wißborn, Vorstand der Sparda-Stiftung, das Engagement aller Beteiligten und besonders das der ehrenamtlich Tätigen: „Sie tragen dazu bei, die vielfältige Kultur in unserem Land in Bewegung zu halten.“ Vor Ort präsentierten sich die frisch gebackenen Ausgezeichneten auch mit einem Musikbeitrag. Die Auftritte selbst spiegelten die große Vielfalt der prämierten Projekte wieder und begeisterten das Publikum im vollbesetzten Partika-Saal. Land und Kommunen wurden vertreten durch Thomas Baerens vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Bürgermeister der Städte Heinsberg und Wassenberg, Wolfgang Dieder und Manfred Winkens, sowie dem 1. stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Siegen Jens Kamieth.

Egal ob Gitarren oder Geigen, Grundschüler oder junge Erwachsene, Laien oder Profis, klassische, moderne oder orientalische Klänge – alle Beteiligten brachte ihre Liebe zur Musik enthusiastisch zum Ausdruck. Mandolinenkonzertgesellschaft Wuppertal e.V. gemeinsam mit der Bergischen Musikschule Wuppertal Projekt “Instrumentalunterricht für Flüchtlinge” Musikvereine und Musikschulen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, das zeigt dieses Projekt exemplarisch.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte die Mandolinenkonzertgesellschaft Wuppertal (makoge) im letzten Jahr ein integratives Angebot für Flüchtlinge, das über das gemeinsame Musizieren hinausgeht und den Aspekt der Qualifizierung zum Musikstudium mit im Blick hat. Kostenloser Instrumentalunterricht war das Mittel, um Flüchtlingen kurzfristig eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, ihnenErfolgserlebnisse und Wertschätzung in Konzerten zu vermitteln, sie mit Gleichaltrigen im gemeinsamen Tun zusammenzubringen. Für die Ansprache und Gewinnung der Musiker wurden die Netzwerke in der Stadt genutzt, die Musikschule stellte die Räumlichkeiten, Instrumente wurden zum Teil über Sponsoren finanziert. Aktuell sind 32 Schüler mit Mandolinen, Gitarren und Baglamas im Gruppenunterricht und sind integriert in die Konzerte und Workshops der makoge.

Ein besonders talentierter junger Gitarrist aus Syrien bekommt kostenlosen Einzelunterricht an der Bergischen Musikschule, ein weiterer junger Syrer aus dem Projekt wird von der Musikschule für einen Masterstudiengang an der Hochschule vorbereitet. Die Resonanz innerhalb der Stadt, in den Musikverbänden des Landes und der landesweiten Presse war außerordentlich. So kann es gelingen, die guten Beispiele musikalischer Integrationsarbeit bekannt zu machen, weitere Projekte anzustoßen und zur positiven gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen. Die Jury im Sparda-Musiknetzwerk würdigt dieses
engagierte Projekt für die aktive Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels mit einer Auszeichnung.

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