'makoge' wird in der Flüchtlingshilfe aktiv ©VTT Studio/fotolia.com

'makoge' wird in der Flüchtlingshilfe aktiv

Die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal e.V. (makoge) engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Zu diesem Zweck wurde ein langfristig angelegtes Projekt auf die Beine gestellt, das Flüchtlingen Instrumentalunterricht und den Besuch von Konzerten (u.a.) ermöglichen soll.

Hintergrund ist eine Ausschreibung des Landesmusikrates (LMR), nach der sich Orchester an der Flüchtlingshilfe beteiligensollen. Der LMR und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport fördern das Projekt finanziell. Schon vorher hat sich das Orchester Gedanken gemacht, um bei der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden. „Ohne die Hilfe des Musikrates könnten wir das Projekt aber längerfristig nicht stemmen“, sagt stellv. Vorsitzender Thomas Horrion mit Blick auf die Finanzen. die Konzertgesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein und finanziert sich fast ausschließlich durch die Einnahmen aus Konzerten und den Mitgliedsbeiträgen.

„Uns ist klar, dass wir mit dieser Aktion keine Erstversorgung leisten“, so Horrion. Man wolle den Flüchtlingen, insbesondere den Kindern, ein Stück weit Normalität durch oben genannte Angebote bieten. Der Musikunterricht wird von drei Musiklehrerinnen durchgeführt: Marianne Keller (Mandoline), Fani Papadopoulou (Gitarre) und Asli Dila Kaya (Baglama). Zur Durchführung des Unterrichts kooperiert die 'makoge' mit der Bergischen Musikschule. Diese stellt ihre Räume und einige Leihinstrumente zur Verfügung. Aktuell ist die Konzertgesellschaft noch auf der Suche nach Sachspenden, insbesondere Gitarren. Beim Herbstkonzert am 15. November in der Stadthalle stellen sie im Rahmen der Flüchtlingsarbeit 50 Karten kostenlos zur Verfügung. Vorab gibt es für die Flüchtlinge einen Rundgang durch das historische Gebäude. Gleiches gilt
für das Konzert für und mit Flüchtlingen am 5. Dezember in der Bergischen Musikschule. Dann wird ein syrischer Pianist und Asylbewerber als Solist auftreten. Bei beiden Konzerten wird ein Rahmenprogramm angeboten, d.h. die Flüchtlinge werden vor Konzertbeginn bewirtet.

Am Freitag, 25. September, fand bereits ein erstes Treffen mit interessierten Flüchtlingen statt. 25 junge Leute aus Syrien, dem Irak oder auch aus Ghana nahmen an der Veranstaltung teil und fast alle (23) meldeten sich für den Instrumentalunterricht oder einen Konzertbesuch an.

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