Vok Dams, bekannt für seine konstruktiven Denkanstöße... Vok Dams, bekannt für seine konstruktiven Denkanstöße... Foto: Dirk Sengotta

"Denkanstöße" - die Vok Dams Kolumne...

Denkanstöße aus dem ATELIERHAUS - Die Vok Dams Kolumne: Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger.

Aus unserer Januar-Print-Ausgabe - Wuppertal, 11.01.2017 - Für Unternehmer ist es selbstverständlich - man muss etwas unternehmen, damit etwas passiert. Dienstleister in der freien Wirtschaft leben es vor oder sie existieren nicht lange.
Verkäufer auf jeder Ebene, vor allem aber im Einzelhandel, werden darauf geschult. Die Standard-Reaktionen, „ja gern“, „gern sofort“, mag manchmal etwas stereotyp daherkommen, signalisiert aber Interesse und Bereitschaft.

In etwas komplizierteren Situationen hilft schon der Satz, „ja gern, lassen Sie uns mal gemeinsam darüber nachdenken, wie wir das zeitlich, technisch oder sonst wie hinkriegen“.
Kundenorientierung nennt man so etwas. Eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Miteinander im privaten wie im geschäftlichen Bereich.

Mit einiger Verzögerung ist diese Erkenntnis auch in Wuppertal angekommen. Das hat etwas gedauert. Zumal italienisches Temperament oder rheinische Offenheit nicht gerade zu den Wesenszügen der eher westfälisch geprägten Wuppertaler gehören. Aber wir sind ja lernfähig, auch wenn das manchmal etwas dauert.

Zu den Wundern, die manchmal etwas länger dauern, scheint auch das Thema WLAN in Wuppertal zu gehören. „Das Rathaus blockt ab“ war dann auch die Reaktion in der Öffentlichkeit, und Oberbürgermeister Mucke signalisiert Verständnis: „Es ist ja besonders jungen Menschen kaum vermittelbar, warum das so ein Problem sein kann“.

In dem Zusammenhang las ich in unserer „Echokammer“ Facebook einen Kommentar, der mir einleuchtet. Die Aufgabenstellung an die Verwaltung sei falsch gewesen. Nicht die Prüfung der Möglichkeit, sondern die Möglichkeit der Umsetzung sollte als Aufgabe vorgegeben werden. Die Aufgabe müsste dann lauten, WLAN in Wuppertal sofort möglich zu machen und dies rechtlich abzusichern.

Die „Unternehmer“ (!) und Unternehmen sind da schon wieder weiter. Mit agilem Marketing und agilem Projektmanagement reagieren Unternehmen auf veränderte Rahmen-bedingungen und Aufgaben. Agilität ist dabei mehr als eine Methode. Es ist ein kultureller Wandel, der uns zwingt, mehr auszuprobieren und aus den Ergebnissen zu lernen.

Wenn wir davon ausgehen, dass in unserer Verwaltung auch engagierte, hochqualifizierte und kreative Fachleute sitzen, dann haben sie es eigentlich nicht nötig, dies (wie vielfach behauptet wird) ausschließlich destruktiv unter Beweis zu stellen. Agiles Stadtmarketing und agiles Projektmanagement zur Erarbeitung gemeinsamer Lösungen und zur Unterstützung bürgernaher Initiativen müsste und könnte dann in den Vordergrund gestellt werden.

Zum neuen Jahr starten wir ja immer mit guten Vorsätzen - vielleicht auch unsere Verwaltung?

Ich habe da eine Idee:
Wie wäre es mit einem Plakat, das Oberbürgermeister Andreas Mucke
seinen Mitarbeitern in der Verwaltung zur Verfügung stellt?

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Mehr Wuppertal wagen!

Unmögliches wird sofort erledigt,
Wunder dauern etwas länger.

Das Aktions-Team der Wuppertaler Verwaltung!
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Erfrischend könnte es sein, diese Plakate als Aufmunterung und Bekenntnis in den einzelnen Büros wiederzufinden.

Ich bin sicher, interdisziplinäre Aktions-Teams der Verwaltung würden sich engagieren und auch sehr schnell eine Lösung für freies WLAN in Wuppertal finden.

Vielleicht wäre es dann ein Wunder, das sofort erledigt wurde und nicht Unmögliches, das (diesmal) etwas länger dauert.

Vok Dams.

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